Die Delegierten der FDP Schweiz haben mit einer klaren Zweidrittel-Mehrheit gegen das Geldspielgesetz gestimmt. Diese Entscheidung ist ein richtiger und liberaler Entscheid. Die Befürworter argumentieren, dass Dank des neuen Geldspielgesetzes die Bevölkerung vor Spielsucht besser geschützt wird.

Doch das Gesetz macht einen entscheidenden Fehler: Es übernimmt die Regulierungen aus der “realen” Welt ins Internet, wo sie nicht durchzusetzen sind. Netzsperren lassen sich ohne Kenntnisse auch für
Laien innert Sekunden umgehen.
*Zudem will das Gesetz ja nicht das Spielen einschränken, sondern lediglich die Zahl der Profiteure. Und diese haben in Bern genügend stark lobbyiert, dass selbst Vertreter liberaler Parteien sich für ein Ja engagieren. Ein effizienter Schutz vor Spielsucht sieht definitiv anders aus.

Netzsperren sind ein schwerer Eingriff in die Funktionsweise des Internets und in einem freien Land wie der Schweiz nicht tolerierbar. Als Liberale freue ich mich über den klaren Entscheid der FDP-Delegierten und setzte mich mit den Jungfreisinnigen Graubünden für ein Nein zum Geldspielgesetz
ein.

Manuela Fetz, Co-Präsidentin Jungfreisinnige Graubünden