Die Regionalität, die Herkunft der Rohstoffe wie auch kurze Verarbeitungswege bis hin zu den regionalen Warenflüssen rücken in den Fokus der Konsumentinnen und Konsumenten.

Der Kanton Graubünden unterstützt als Daueraufgabe die Verbesserung der regionalen Wertschöpfung durch Investitionen in die Infrastruktur und in eine bessere Vermarktung der regionalen landwirtschaftlichen Produkte. Kostenmässig befinden sich allerdings viele Konzepte in einem Zielkonflikt: sie müssen ein Sortiment von einer gewissen Breite anbieten, um für Kunden attraktiv zu sein, erzielen dann aber kaum Grössenvorteile. Die Geschäftsidee „wir machen die Regionalität sichtbar“ will genau an dieser Stelle ansetzen.

Die Regierung sichert dem Start-up-Unternehmen Graubünden Vivonda AG für das Projekt „wir machen die Regionalität sichtbar“ einen Kantonsbeitrag von maximal 1,08 Millionen Franken zu. Hinzu kommt ein Bundesbeitrag in der Höhe von 160 000 Franken, welcher dem Projekt für die Umsetzungsphase in den Jahren 2021–2023 zur Verfügung steht. Das Unternehmen soll damit eine professionelle Struktur schaffen, welche die Bündner Produkte vermarktet und an verschiedenen Standorten im Kanton Graubünden sowie über bestehende Verteiler schweizweit verkauft. Ein wesentlicher Teil des Geschäftsmodells der Graubünden Vivonda AG ist zudem eine eigene Produktion. Die Graubünden Vivonda AG plant in einem ersten Schritt in die Technologie der Trocknung zu investieren, um Früchte oder Gemüse trocknen zu können. Für den Vertrieb und die Vermarktung der regionalen Produkte ist ein erster Verkaufsstandort in Jenaz neben der Biokäserei Prättigau geplant, der gleichzeitig auch als Produktionsstandort und Verteillager für weitere Verkaufspunkte dient.

Als erster zusätzlicher Verkaufspunkt wird in der Raststätte Heidiland in Maienfeld gestartet, da dort die Möglichkeit besteht, das Geschäftsmodell zu testen, ohne grosse Investitionen zu tätigen. Für den Aufbau der ersten Verkaufsstandorte in Jenaz und in Maienfeld sind Investitionen von insgesamt 4,14 Millionen Franken vorgesehen.

(Bild: Vivonda AG)

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