Noch 42 Mal schlafen, dann ist wieder Ruhe im Dorf. Am 30. Juni wird die Umfahrung Küblis offiziell und mit Pauken und Trompeten eröffnet.

Schon im Sommer wird es noch ein Stückchen ruhiger im Prättigau. Ursprünglich war die Eröffnung auf die Wintersaison angekündigt gewesen. Weil gemäss Elia Lardi, Leiter der Zentralen Dienste beim Tiefbauamt Graubünden, keine aussergewöhnlichen Schwierigkeiten den Bau verzögerten, wurde die Eröffnung der 2250 Meter langen Umfahrung auf den 30. Juni vorverlegt.

Töni Hartmann, Gemeindepräsident von Küblis, freut sich auf diesen Tag. «Wir hatten jeden Tag 13 000 Autos durchs Dorf. Das war eine riesige Belastung.» Vor allem wenn der HCD spielte, Anfang und Schluss der Ferien und an schönen Wochenenden am Freitag und am Sonntag – und natürlich während des WEF. Die neue Strassenführung soll diesen Verkehr um bis zu 80 Prozent verringern.

Bis zur Eröffnung – in 41 Tagen übrigens, wer mitgezählt hat – ist laut Lardi noch einiges zu tun. Der Deckbelag wird eingebaut, die Markierungen beim neuen Anschluss Küblis und beim Saaserstutz angebracht und die Betriebs- und Sicherheitsausrüstung installiert und ausgestestet.

Für die Eröffnungsfeier sind die Eckdaten schon bekannt. Regierungsrat Mario Cavigelli, Astra-Direktor Jürg Röthlisberger, Vertreter des Tiefbauamtes und der Gemeinden werden eine Ansprache halten. Es gibt eine Segnung und ein musikalisches und künstlerisches Rahmenprogramm. Das Privileg der Erstdurchfahrt gehört einer Karawane von Oldtimern.

Nach diesem offiziellen Akt können die Kübliser einen Tag lang hautnah erleben, wie es in Zukunft immer sein wird. Am 2. Juli wird aber nochmals eine Party gefeiert – ein Dorffest. 45 Vereine machen bei der Rückeroberung der alten Nationalstrasse mit und sorgen dafür, dass weder kulturell noch kulinarisch irgendwelche Wünsche offen bleiben.

Apropos Nationalstrasse: Aus der Strasse durch das Dorf wird mit der Umfahrung wieder eine Kantonsstrasse – wie das schon in Saas und Klosters geschehen ist. Der Rückbau dauert bis im Jahr 2019. Zu den Arbeiten gehört die Verschmalerung der Strasse von jetzt über 6 Metern auf 5,8 Meter.

Fideris folgt

Portal Dalvazza

Das nächste Projekt an der Prättigauer ist der Abschnitt Fideris Station bis Dalvazza, dem neuen Anschluss von Küblis (siehe Bild). «Es befindet sich noch im frühen Anfangsstadium ohne konkrete Aussagemöglichkeiten», sagte Lardi. Gemäss Hartmann ist das Problem, die Linienführung der RhB, der Schnellstrasse und der Hauptstrasse aneinander vorbei zu bekommen.

(Bilder: Tiefbauamt Graubünden)