Die Regierung anerkennt den Umbau des Bahnhofs Tiefencastel als beitragsberechtigte Massnahme zur Förderung des öffentlichen Verkehrs an und stellt der Gemeinde Albula/Alvra – vorbehältlich des definitiven Ausgabebeschlusses sowie der Kreditgenehmigung durch den Grossen Rat – einen Kantonsbeitrag nach dem Gesetz über den öffentlichen Verkehr (GöV) von maximal 1,87 Millionen Franken in Aussicht.
Die Gesamtkosten des Projekts, welche die Gemeinde Albula/Alvra betreffen, belaufen sich auf rund 8,29 Millionen Franken, wie die Standeskanzlei des Kantons Graubünden am Donnerstag mitteilte. Der Bahnhof Tiefencastel bildet einen wichtigen regionalen Verkehrsknotenpunkt im Albulatal. Er ist Verknüpfungspunkt für die regionalen und lokalen Postautolinien und bildet das touristische «Eingangstor» zum Parc Ela.

Für die Rhätische Bahn (RhB) hat der Bahnhof eine besondere Bedeutung als wichtiger Zustiegs- und Ausstiegspunkt für den Berninaexpress. Zudem liegt der Bahnhof in der Kernzone des Unesco-Welterbes RhB und geniesst dadurch überregionale Ausstrahlung. Mit dem Umbau des Bahnhofs wird eine bedeutende multimodale Verkehrsdrehscheibe erstellt, die den Langsamverkehr mit der RhB sowie dem PostAuto-Verkehr in der ganzen Region optimal verknüpft.
Das Vorhaben besteht aus neun Teilprojekten: Postautoterminal, Postautowendeplatz inklusive Stützmauererhöhung, Car-Parkplatz und Park-and-ride-Anlage für Busse, bergseitige Park-and-ride-Anlage für Personenwagen, Zufahrt zum Postautoterminal und Einlenker in die Nationalstrasse, Zufahrt zum Parkplatz, Zugang und Gestaltung des Bahnhofplatzes, Personenunterführung sowie Zugang und Parkierung auf dem Bahnhofplatz und beim Postgebäude. Als förderberechtigt anerkannt wurden die ersten fünf Teilprojekte.
(Bilder: zVg./RhB, Andrea Badrutt)



