Kanton Graubünden zieht positives Fazit zur Verkehrslenkung

Kanton Graubünden zieht positives Fazit zur Verkehrslenkung

GRHeute
22.02.2026

Mit dem Abschluss der 25. Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 zieht der Kanton Graubünden eine positive Gesamtbilanz zur operativen Umsetzung der Verkehrslenkungsmassnahmen. Das erarbeitete Verkehrskonzept hat sich in der Praxis bewährt, besonders erfreulich ist die konsequente Nutzung des öffentlichen Verkehrs durch die Reisenden nach Livigno und Bormio. 

Mit dem Auftrag zur Umsetzung des Verkehrskonzepts gemäss Regierungsbeschluss hat die Bündner Regierung klare Ziele definiert: die Sicherstellung eines stabilen Verkehrsflusses in Graubünden, die Entlastung der betroffenen Regionen und Dörfer entlang der Zubringerachsen zum Tunnel Munt la Schera sowie die Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit sensibler Verkehrspunkte. Diese Ziele konnten mit der Umsetzung der geplanten Massnahmen erreicht werden – insbesondere dank der Priorisierung des öffentlichen Verkehrs, wie die Standeskanzlei des Kantons Graubünden am Sonntag mitteilte. 

Mit den eingesetzten Shuttle-Verbindungen von PostAuto und weiteren Partnern wurden knapp 41’000 Personen zwischen Zernez/Müstair und Livigno transportiert. Das Besucheraufkommen lag unter den im Spätherbst von den italienischen Organisatoren kommunizierten Prognosen; insgesamt wurden 70% der prognostizierten Frequenzen erreicht. Die geringere Nachfrage dürfte darauf zurückzuführen sein, dass insgesamt weniger Zuschauer und Zuschauerinnen die Wettkämpfe vor Ort mitverfolgt haben als vom Veranstalter angenommen. Auffallend war der hohe Anteil internationaler Gäste in den Shuttle-Bussen, was die globale Ausstrahlung der Spiele unterstreicht.

Die als Rückfallebene konzipierten Park-and-Ride Anlagen wurden nur moderat genutzt; insgesamt wurden 1’192 Fahrzeuge registriert. Dies bestätigt die Lenkung auf den öffentlichen Verkehr, . 85% aller Reisenden nach Livigno und Bormio wählten für ihre Anreise den öffentlichen Verkehr. Auch bei den P&R-Anlagen zeigte sich ein hoher Anteil internationaler Gäste, registriert wurden unter anderem Kontrollschilder aus Polen, Tschechien, Deutschland und Österreich.

Während der gesamten Dauer der Spiele blieben Verkehrsüberlastungen auf den Zufahrtsachsen aus. Auch in den Südtälern, insbesondere in der Valposchiavo, wurde nur geringfügiger zusätzlicher Verkehr in Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen festgestellt. Somit konnte auch sichergestellt werden, dass Grenzgehende zu jedem Zeitpunkt ihre Arbeitsstätte in Graubünden pünktlich erreichen konnten. Dank des organisierten Winter- und Räumungsdienstes konnte auch die zweite Event-Woche mit teils starkem Schneefall reibungslos bewältigt werden.

Die Realisierung ist der departements- und länderübergreifenden Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Einsatzabschnitten, Transportunternehmen sowie weiteren Partnerorganisationen zu verdanken. «Dass die Verkehrslenkung während der gesamten Spiele reibungslos funktioniert hat, ist das Resultat einer intensiven und vorausschauenden Vorbereitung seit 2024. Zahlreiche Fachpersonen haben mit grossem Engagement an diesem Konzept gearbeitet. Umso erfreulicher ist es, dass es uns gelungen ist, den Verkehr in Graubünden stabil und störungsfrei zu halten und den Reisenden nach Italien ein positives Erlebnis in unserem Kanton zu ermöglichen» hält Gesamtkoordinator Marco Steck zusammenfassend fest.

(Bild: GRHeute)

author

GRHeute

www.grheute.ch
GRHeute Redaktion