Die Lia Rumantscha (LR) hat erfreut zur Kenntnis genommen, dass die No-Billag-Initiative deutlich verworfen wurde. Sie wertet das Ergebnis insbesondere als Ausdruck der Solidarität unter den Sprachregionen. Die Ablehnung der Initiative sichert nicht zuletzt das Weiterbestehen von Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR) als wichtige Stütze für die Präsenz, Verbreitung und Bewahrung der rätoromanischen Sprache.

«Mit der deutlichen Ablehnung der No-Billag-Initiative haben sich die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zugunsten eines medialen Service public mit ausgewogenen, unabhängigen, vielfältigen und qualitativ hochstehenden Inhalten ausgesprochen», schreibt die Lia Rumantscha in einer Medienmitteilung. «Im Weiteren ist das Ergebnis Ausdruck der Solidarität unter den Sprachregionen. Die LR ist erfreut, dass das Ergebnis im Kanton Graubünden mit 77.2% Nein-Stimmen überaus deutlich ausgefallen ist. Ein Medienangebot, das auch eine zahlenmässig kleinere Sprachgemeinschaft wie die rätoromanische berücksichtigen soll, kann zu einem grossen Teil nur durch die öffentliche Hand finanziert werden. Dies gilt auch für das Angebot von RTR.»

Der Entscheid des Stimmvolkes gegen die Abschaffung von Empfangsgebühren sichere das Weiterbestehen einer zentralen Stütze für die Präsenz, Verbreitung und Bewahrung des Rätoromanischen. Über seine Programmvielfalt vermittle RTR Tag für Tag ein Bewusstsein für den Wert der eigenen Sprache und bestätige die kommunikativen Möglichkeiten des Rätoromanischen in einem dynamischen Umfeld.

Verstärkte Zusammenarbeit mit RTR in der Medienstrategie

Die Ablehnung der No-Billag-Initiative habe zudem einen positiven Einfluss auf das Projekt «Medias rumantschas 2019», das vom Bund, vom Kanton Graubünden und der Lia Rumantscha getragen werde und zum Ziel habe, eine breit abgestützte Strategie für ein zukünftiges umfassendes Medienangebot in rätoromanischer Sprache auszuarbeiten. Im Sinne einer Bündelung der Kräfte für eine gemeinsame Zukunft der rätoromanischen Medienlandschaft sei die LR auch weiterhin auf die Mitwirkung von RTR angewiesen. Die LR will nun die begonnene Zusammenarbeit mit RTR im Projekt «Medias rumantschas 2019» intensivieren. Angestrebt wird eine gemeinsame Lösung für rätoromanische Medienangebote im digitalen Bereich.

 

(Bild: zVg./Archivbild)