Wenn zwei Menschen sich finden, kann schon einmal etwas Gutes daraus entstehen: Sila Zinsli hat einen neuen Pächter und Toni Curdin Foppa ein weiteres Restaurant: Das Basilik.

Eins, zwei, drei – und schon kommt ein neues Restaurant herbei. So geschah es Toni Curdin Foppa, Pächter des Da Noi und seit diesem Sommer auch Pächter des Süsswinkel. Sein dritter Streich ist das Basilik hoch über Chur, das seit dem Wechsel von Koch Thomas Portmann zur Oblamatik vor einem knappen Jahr leer stand. Pläne des ehemaligen Kornplatz-Wirts Klaus Blümel, das Basilik zu übernehmen, waren gescheitert. «Ich bin der Meinung, dass wenn etwas nicht klappt, es eine Chance für eine bessere Lösung ist», sagte Sila Zinsli damals zu GRHeute.

Diese  «bessere Lösung» hat Sila Zinsli, die auch Mitbauherrin des neu erstellten Hotels Dorfhus Gupf in Rehetobel AR ist, jetzt offenbar gefunden. «Wenn das jemand kann im Moment, dann er», sagt Sila Zinsli. «Wenn jemand Gastronom aus Leidenschaft ist, dann ist egal, ob man drei oder fünf Restaurants hat. Ich glaube an ihn.»

Marc Zickler kocht

Und was will Toni Curdin Foppa mit seinem dritten Restaurant unter 30 machen? «Gourmet ohne Gourmet.» Was zum Teufel ist das? «Kulinarisch hochstehende Küche ohne Schickimicki.» Und wer kocht das? «Ich habe Marc Zickler angestellt. Er war Koch bei Andreas Caminada und ist jetzt parat für etwas Eigenes», sagt Toni Curdin Foppa.

Die Küche wird regional saisonal ausgerichtet, es gibt à la Carte und ein Degustationsmenu, die alle sechs Wochen wechseln. Dazu kommt eine Empfehlung des Chefs – und, natürlich, die Anbindung an den legendären Weinkeller des Gupf, der, wie das Basilik, auf einem Hügel thront. Nur die Aussicht ist eine andere: Während man auf dem Gupf bei schönem Wetter den Bodensee und bis in den Schwarzwald blickt, sieht man vom Basilik in die Berge und die Altstadt.

Shuttle auf den Rosenhügel

Bleibt die Frage: Wie kommen die Gäste auf den Rosenhügel? «Ich biete einen Shuttle an. Wir holen und bringen die Gäste auf Voranmeldung aus Chur und Umgebung ins Restaurant und wieder nach Hause oder je nach Wunsch auch nur einen Weg», sagt Toni Curdin Foppa. Den Heimkehrern wird ein Bettmümpfeli offeriert.

Toni Curdin Foppa, der Koch mit drei Restaurants unter 30, will übrigens selbst weiterhin jeden Tag  am Herd stehen. «Ich nehme mir diese Zeit, und wenn es nur anrichten ist. Das mache ich viel lieber als das Büro», sagt Toni Curdin Foppa. Caterings macht er selber – und auch das läuft besser, als er es sich jemals erträumen wollte.

(Bild: zVg)

 

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