Wie verändert das Coronavirus das Leben? GRHeute portraitiert in einer losen Folge Menschen, die von ihrem «neuen» Leben erzählen.

Gila Capol, Yogalehrerin.

«Ich habe schon zwei Wochen vor dem Lockdown gespürt, dass er kommt. An jenem Tag habe ich die Tasche im Yogaloft gepackt und bin nach Hause gegangen. Eine Woche später war ich schon Online.

Dafür habe ich mir in unserem Haus meinen ehemaligen Coiffeursalon neu eingerichtet. Es soll schön und ruhig aussehen, wenn ich meine Stunden über Zoom gebe. Ich will auch für mich dran bleiben, ich will nicht stehen bleiben. Im Moment gebe ich zwei statt sechs Stunden in der Woche.

Die Technik, die ich praktiziere, nennt sich Vinyasa Yoga. Ich persönlich nenne es Energy Bodywork Yoga. Eine Bewegung fliesst in die andere über. Das ist immer wieder anders, so wie auch jeder Tag anders ist, aber immer im Fluss. Es ist eine sehr kreative Art des Yoga.

Ein grosser Traum von mir wäre, wenn Büros statt einer Kaffeepause sagen würden: ‚Kommt, jetzt machen wir 20 Minuten Yoga statt rumsitzen. Wir machen etwas für den Geist.‘ Ich würde wahnsinnig gern einen solchen Kurs anbieten. Meldet euch, wenn ihr Interesse habt!

Persönlich geniesse ich die Zeit, die wir auch als Familie geschenkt bekommen haben. Die Ruhe, die ich jetzt habe, will ich nicht mehr aufgeben. Im Moment darf ich, ich muss nicht. Das ist so befreiend!

Sogar kochen macht mir wieder Spass. Ich geniesse es richtig, wieder etwas zu kreieren und meiner Familie ein gutes Essen zu kochen und dabei auch auf die Zutaten zu achten. Vorher war es sehr anstrengend für mich. Wir lernen uns auch als Familie neu kennen, das ist sehr schön.»

Gilas Homepage: flowupyoga.com

(Bild: zVg)

 

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