Nach der positiven Entwicklung im letzten Winter konnten die Bergbahnunternehmen in Graubünden dank prächtigem Wintersportwetter und besten Pistenverhältnissen über die Feiertage bis Ende Dezember erneut markant zulegen.

Bergbahnen Graubünden (BBGR), die Branchenorganisation der Bündner Bergbahnen, zieht eine positive, aber auch noch zurückhaltende Festtagsbilanz, denn bekanntlich wird am Saisonende abgerechnet.

Die Gäste geniessen die Pisten in vollen Zügen, welche sich auch dank der Schneeanlagen in einem hervorragenden Zustand präsentieren.

Wegen des späten Wintereinbruches sowie der Föhnlage vor den Festtagen war für die Bergbahnen in Nord- und Mittelbünden, der Surselva und in Davos Klosters die mehrmalige Bereitstellung der Pisten in kurzer Zeit sehr kostenintensiv.

Die Bergbahnen im Engadin verfügen dank viel Naturschnee schon seit dem Saisonstart über hervorragende Verhältnisse. Die stabile Hochdrucklage in der Altjahreswoche folgte auf einen eher verhaltenen Saisonstart mit wechselhaftem Wetter.

​Alle Regionen stark

Der Monitor von BBGR, welcher 23 Unternehmen oder 90 Prozent des Bündner Transportumsatzes umfasst, zeigt folgendes Bild: die Bündner Bergbahnen verzeichnen bei den Gästezahlen im bisherigen Winter 2019/20 ein Plus von 11,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im 5-Jahres-Vergleich ist die Anzahl der Gäste um 23,1 Prozent und im 10-Jahres-Vergleich um 15,3 Prozent gestiegen . Beim Transportumsatz beträgt die Steigerung gegenüber dem Vorjahr 9,2 Prozent, im 5-Jahresvergleich 29,1 und im 9-Jahresvergleich 23,8 Prozent.

Alle Regionen Graubündens konnten von den positiven Entwicklungen profitieren, wobei die Zahlen in Davos/Klosters und dem Engadin überdurchschnittlich gestiegen sind. Im Oberengadin zeigen die vorzeitig getätigten Verkäufe infolge des Dynamic Pricing im zweiten Jahr seit der Einführung bei den Transportumsätzen die entsprechenden Effekte. Ganzjährige Erlebnisse am Berg Martin Hug, Präsident BBGR, fordert die Branche auf, die Chancen für nahe und klima- freundliche Erlebnisse am Berg zu nutzen und vermehrt für das ganze Jahr entsprechende Angebote bereit zu stellen. Die investitionsintensiven Bergbahninfrastrukturen müssten sich vorausschauend den verändernden Gästebedürfnissen anpassen. Im Weiteren seien vermehrt Kooperationen von ganzen Bergsportgebieten sowie der Einsatz von Dynamic Pricing und digitalem Marketing gefragt. Convenience, Einfachheit und Qualität seien zentral. Martin Hug, Präsident Bergbahnen Graubünden: „Der Preis tritt dadurch zunehmend in den Hintergrund und die Wertigkeit gewinnt wieder an Bedeutung.Dies ist eine Chance für den Schweizer Tourismus und die Bergbahnbranche“. Bergbahnen Graubünden (BBGR) geht als Verband selbst mit gutem Beispiel voran und lanciert die ganzjährige graubündenCARD für 48 Bergbahnunternehmen in Graubünden. Sie ersetzt den bisherigen SnowPass, welcher ein reines Wintersaisonabonnement war. Der Vorverkauf startet am 1. Februar 2020. Die graubündenCARD gilt jeweils vom 1. Mai bis zum 30. April und umfasst die Leistungen einer Tageskarte des jeweiligen Skigebiets im Winter sowie die Transportdienstleistungen der Bergbahnen im Sommer.

Martin Hug stellt mit Erleichterung fest: „Wir nehmen den positiven Schwung gerne mit und freuen uns, dass der Schneesport in den Bergen immer noch ein beliebtes Erlebnis ist. Allerdings ist zu beachten, dass die aktuelle Wintersaison in einem Grossteil der Skigebiete erst knapp drei Wochen alt ist“.

(Quelle: BBGR)