Der Swissalpine Irontrail erfährt im nächsten Jahr einschneidende Veränderungen. Als Nachfolger des bis 2017 beliebten K78 wird neu am  25. Juli 2020 ein Berglauf über rund 70 Kilometer mit Start und Ziel in Davos lanciert. Die Irontrail-Szene verschiebt sich hingegen ins Engadin. Als Höhepunkt gilt die Premiere eines «100 Milers» mit Start in St. Moritz und Ziel in Samedan.

Seit der Entstehung des Swissalpine im Jahr 1986 war der K78 mit Start und Ziel in Davos 32 Mal das Herzstück. Die grösste Sommerlauf-Veranstaltung in Graubünden erfreute sich lange immer grösserer Beliebtheit. Aufgrund rückläufiger Teilnehmerzahlen und der immer beliebter werdenden Trailrunnig-Events entschieden sich die Veranstalter im letzten Jahr jedoch zu einem Relaunch des Programms.

Als neue Königsdiszplin lancierten sie den T88, einen Traillauf über 84,9 Kilometer mit Start in St. Moritz und Ziel in Davos mit insgesamt 3640 Höhenmetern Steigung und 3877 Höhenmetern Abstieg. Dieser Wettbewerb figuriert auch im diesjährigen Programm des Swissalpine Irontrail als Höhepunkt – allerdings zum letzten Mal. Denn nach der Premiere gab es grosse Vorbehalte von Seiten der Wildhut. Während des Durchlaufs von T88, T127 und T29 wurde das Wild im Gebiet Darlux in der Gemeinde Bergün während der Nacht scheinbar massiv gestört. Die Hirsche wurden aus ihrem Einstandsgebiet vertrieben. Sie kehrten vor der Jagd nicht mehr in ihr anvertrautes Gelände zurück. Die Folge ist nun das Aus für den T88. Die diesjährige zweite Auflage ist die letzte. Der Start in St. Moritz wird heuer im Vergleich zum Vorjahr um zweieinhalb Stunden vorgezogen. Dadurch werden die meisten Läuferinnen und Läufer des T88 das Gebiet Darlux tagsüber passieren.

Ein neuer Klassiker in Davos

Die Veranstalter stellten bei ihrem Relaunch auch fest, dass das Wettkampfprogramm am Hauptevent in Davos überladen ist. Ab nächstem Jahr trennen sie die Berglauf- und die Trail-Wettbewerbe. Am Swissalpine Davos wird an den bewährten K43, K23, H20, H10 sowie Kids festgehalten. Neu wird am 25. Juli 2020 als Nachfolger des langjährigen K78 ein Berglauf über rund 70 Kilometer lanciert. Er führt von Davos ins Sertigtal, weiter nach Monstein, Fanezfurgga, Sertigpass, Scalettapass und das Dischmatal zurück zum Ausgangspunkt nach Davos. «Der neue 70-Kilometer-Wettkampf wird über eine wunderbare Laufstrecke führen, auf der es 2280 Höhenmeter zu überwinden gilt», sagt OK-Mitglied Andrea Tuffli. «Der K78 erhält mit dem neuen Ultraberglauf einen würdigen und höchst attraktiven Nachfolger über drei Pässe und den Panoramatrail, alles auf dem Gemeindegebiet von Davos», so Tuffli. Als Folge des neuen Wettkampfs wird ab 2020 die Laufrichtung des K43 umgekehrt werden.

Irontrail-Szene wechselt in Engadin

Ab 2020 konzentrieren sich die Trail-Läufe im Engadin mit Strecken zwischen 20 und 160 Kilometern. Das Herzstück bildet der neue 100 Miler (166 km), eine mittlerweile traditionelle Distanz im internationalen Trail-Kalender. Zurzeit laufen die Abklärungen zum Durchführungsdatum sowie zur Streckenführung der verschiedenen Wettbewerbe. Das Programm des Irontrails wird kommuniziert, sobald die Abklärungen abgeschlossen sind.

 

(Bild Swiss Alpine: zVg./alphafoto.com)