525 Namensvetter und -vetterinnen haben am Sonntag die staunenden Bären des Arosa Bärenlands besucht. Arosa Tourismus schreibt in einer Medienmitteilung von einer «Weltrekord-Menge an Herren und Frauen Bär, Baer, Beer oder ähnlich».

Napa, Amelia und Meimo, die drei aus unwürdiger Tierhaltung befreiten Bewohner des Arosa Bärenlands, staunten am Sonntag nicht schlecht. 525 Namensvetter, von Bär über Beer bis Bähr, sind ins Arosa Bärenland gepilgert und haben einen «Weltrekord» aufgestellt: Noch nie waren so viele Bären an einem Ort vereint. Es war weit mehr als nur ein gelungenes Familientreffen, schreibt Arosa Tourismus in einer Medienmitteilung. Sich persönlich einzusetzen, dass Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen, ist Bestandteil der Ideale des Arosa Bärenlands und unterschriebenes Bekenntnis der Besucher und Besucherinnen.

«Bären schützen Bären», lautet darum der Titel des von allen Bären unterschriebenen Manifests für einen aktiveren Bärenschutz. «Die erlebte Solidarität mit unseren Anliegen für einen besseren Tierschutz motiviert uns unglaublich. Es ist eine klare Aufforderung uns weiterhin aktiv und engagiert für die Befreiung von Bären aus unwürdiger Haltung einzusetzen», brachte es Alexandra Mandoki, Länderchefin Vier Pfoten Schweiz, auf den Punkt.

«Wer Bär oder ähnlich heisst, hat einen ganz speziellen Bezug zu Bären. Das wussten wir. Die Anzahl und der erlebte Zuspruch haben aber alle Erwartungen übertroffen. 525+3 Bären – sind zweifelsohne Weltrekord», sagt Pascal Jenny, Präsident der Stiftung Arosa Bären.

Der Appenzeller Musiker Marius Bear, Gewinner des Swiss Music Awards, sorgte für beste Stimmung und magische Klänge. Weiter konnte das Bärenbild «Amelia» von Sandra Moyo für wichtige Spendeneinnahmen zugunsten des Arosa Bärenlandes verkauft werden. Und über allem strahlte die Aroser Sonne und das spektakuläre Panorama der alpinen Bergwelt. Das Treffen der Bären geht als gelungenes Fest in die Geschichte ein. Die Besucher forderten lautstark eine Wiederholung.

Arosa Bärenland: Engagement für den Tierschutz

Napa, erster Bewohner des Arosa Bärenlands, verbrachte Jahre in einem engen, verrosteten Käfig als zur Schau gestellte Attraktion eines serbischen Zirkus. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten befreite ihn und überführte ihn ins gemeinsame Projekt Arosa Bärenland, ein gelebtes Engagement des Tierschutzes. Nebst Napa sind vor fünf Monaten zwei der letzten albanischen Restaurantbären in Arosa angekommen. Meimo und Amelia wurden aus einer nicht tiergerechten Haltung befreit und geniessen nun die frische Aroser Bergluft.

 

(Bilder: zVg.)