Das Life-Science- und Medizintechnik-Unternehmen bestätigt und überflügelt das letztjährige Ergebnis mit einem Umsatzplus von 22,1 Prozent. Durch dieses Wachstum nähert sich der Gesamtkonzern der Milliarden-Umsatz-Marke.

«Wir hatten ein intensives, von grossen Herausforderungen geprägtes Jahr, welches wir mit Bravour gemeistert haben und können wiederum ein Rekordjahr verzeichnen», wird Hamilton-CEO Andreas Wieland in einer Medienmitteilung vom Samstag zitiert. Trotz der Einführung einer neuen Unternehmenssoftware und den Herausforderungen des Wachstums sei es der Hamilton gelungen, die angestrebte Digitalisierungsstrategie voranzutreiben.

Für das erneut starke Wachstumsplus verantwortlich ist die Einführung zahlreicher neuer Produkte, die Expansion im Bereich von Verbrauchmaterialien in der Beatmungstechnik sowie neuen Sauerstoffmesssensoren, die führend in den Bereichen Schnelligkeit und Genauigkeit sind. Auch die Inbetriebnahme des Standortes Domat/Ems wirkt sich sehr positiv auf das Ergebnis aus.

Geringes Marktwachstum, dafür eine höhere Durchdringung

«Wir investierten in der Vergangenheit intensiv in unsere Distribution, dies zahlt sich nun aus. Wir steigern unsere Marktdurchdringung kontinuierlich und können so Marktanteile der Konkurrenz gewinnen», sagt Andreas Wieland. Die Hamilton werde auch in Zukunft stark in diese Strategie investieren, sowie in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte. Dieses Vorgehen bewährt sich auch im heimischen Markt, wo führende Kliniken auf die Produkte aus Graubünden setzen. So arbeitet man beispielsweise mit dem Universitätsspital Basel intensiv im Bereich der DNA-Forschung und Robotik zusammen und mit dem Universitätsspital Zürich im Bereich Beatmung.

Handelsstreit mit geringem Einfluss

Auch international verzeichnet die Hamilton ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr. Trotz grosser Unsicherheit im Weltmarkt, verursacht durch den Handelsstreit der Vereinigten Staaten und China, weiss sich die Hamilton zu behaupten. «Als schweizerisch geprägtes Unternehmen geniessen wir ein sehr positives Ansehen im asiatischen Markt und sind so gesehen der ´lachende Dritte», sagt CEO Andreas
Wieland. Als weiteren Erfolgsfaktor sieht der CEO seine Mitarbeiter, die mit vielseitigen Ausbildungen die benötigte Flexibilität und Fähigkeiten mitbringen. «Wir profitieren enorm vom Erfahrungsschatz und der Reputation unserer langjährigen Mitarbeitenden, auch in Zeiten des stetigen Wachstums.»

Standortentwicklung und rosige Zukunftsaussichten

Die Hamilton prognostiziert für das kommende Geschäftsjahr ein Wachstum im selben Masse. Das bedeutet, dass auch weiterhin kräftig investiert wird. Nebst der Förderung von Entwicklung und Forschung werden auch die bestehenden Standorte ausgebaut. So sollen in Bonaduz und Domat/Ems zwischen 100 und 150 neue Stellen geschaffen werden. Bereits in diesem Jahr sind rund 180 Stellen dazu gekommen. «Es lohnt sich in der Region zu investieren. Aufgrund der sehr gut ausgebildeten Ingenieure, günstigem Kapital und guter Infrastruktur lohnt sich die Investition im
Automatisierungsbereich», sagt Andreas Wieland. Aktuell führe man an beiden Bündner Standorten Verhandlungen über die Möglichkeiten für einen weiteren Ausbau.

(Bild: Hamilton Domat/Ems, GRHeute)