Auch 30 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl wird die Stadt von der ukrainischen Armee rund um die Uhr bewacht. Wer sich an die Regeln und Vorschriften hält, wird in der «Geisterstadt» gut behandelt.

Als Fabian Florin und Yannis Handijpanayis im letzten Oktober nach Tschernobyl reisten um dort zu sprayen, erfuhren sie was es heisst, bewacht zu werden. Bereits in Kiew wurden die beiden Künstler von der Armee abgeholt und dann bis in die „Geisterstadt“ begleitet. «Wir wurden gut behandelt», sagt Florin im Interview mit GRHeute Redaktor Jürg Feuerstein. «Auch weil wir uns an die Regeln hielten».

Die Vernissage in der Galerie Loewen in Chur findet am Samstag, 4. März statt. Die Ausstellung dauert sechs Wochen.

 

«Nach acht Tagen waren wir schon fast Kumpels»

«Als wir in der ukrainischen Hauptstadt Kiew angekommen waren, wurden wir abgeholt und bis nach Tschernobyl begleitet», erzählt Fabian Florin alias Bane im Interview mit GRHeute Redaktor Jürg Feuerstein. «In der „Geisterstadt“ angekommen mussten wir sofort eine Erklärung unterschreiben, dass wir für allfällige Folgeschäden wegen den Strahlen der Atomkatastrophe selber aufkommen müssen».

«Obwohl wir fast rund um die Uhr von einem Guide bewacht wurden, fühlten wir uns wohl», blickt Bane zurück. «Weil wir uns an die Regeln und Anweisungen hielten konnten wir uns am Schluss sogar frei bewegen».

«So konnten wir unsere Arbeit ungehindert ausführen und drei Wände mit unseren Bildern verschönern. Diese Bilder haben wir fotografiert, was dabei herausgekommen ist, gibt es ab Samstag, 4. März in der Galerie Loewen in Chur zu sehen», freut sich der Churer Fabian Florin.

 

Das komplette Interview hören Sie oben.

 

(Foto: Jürg Feuerstein)