Es gibt sie überall. Egal ob in Afrika im Kampf gegen den Hunger, auf Borneo um das Abholzen der Baumriesen zu unterbinden, oder an den Küsten des Mittelmeeres als Retter vor dem Ertrinken. Es sind geduldige, fleissige und nimmermüde Menschen, welche still und abseits der medialen Aufmerksamkeit ihren Teil zum Gelingen einer Sache und zum Wohle der Gemeinschaft leisten.

Es gibt sie auch bei uns. Zum Beispiel am Alpine Marathon Davos: Zwischen Bergün und der Keschhütte stehen über 100 Helfer. Schon Tage vor dem Rennen bringen die ersten Freiwilligen das gesamte benötigte Material zu Fuss und wo möglich mit Fahrzeugen in das Gelände. Während des Rennens zeichnen die gleichen Helfer für das Wohl der Athleten verantwortlich. Reichen Wasser und Verpflegung, versorgen kleine Blessuren, sorgen für Sicherheit. Und noch bevor das Rennen geschafft ist, die Athleten ihre wohlverdiente Anerkennung geniessen, sind die ersten Helfer schon mit dem Material wieder unterwegs Richtung Tal. Dies seit bald 25 Jahren. Wie Sisyphos in der griechischen Sage. Jahr für Jahr, immer wieder, bergauf und bergab. Als Dankeschön gibt es für die Bergüner Helfer nach getaner Arbeit ein kleines Grillfest.

Es sind diese stillen Helfer, die mit ihrer immerwährenden Fronarbeit nicht nur den Alpine Marathon Davos mit ermöglichen. Ein Event, der weit über die Grenzen der Athleten hinaus medial in Erscheinung tritt und dadurch beiträgt, dass Graubünden als Sport- und Erholungsgebiet wahrgenommen wird.

Es sind immer die Menschen, die etwas Unmögliches möglich machen. Und wenn Unmögliches möglich wird, lässt dies in uns Menschen das Leben positiv anklingen. Der Alpine Marathon Davos ist daher nicht nur ein sportlicher Leuchtturm, sondern hilft zugleich unserem Tourismus, positive Konturen zu verleihen und dadurch Menschen für unseren Kanton zu begeistern.

So gilt wohl auch hier für uns alle das von John F. Kennedy ausgesprochene und hier leicht abgewandelte Zitat: «Frage nicht was der Tourismus für dich tun kann, sondern was du für den Tourismus in Graubünden tun kannst».

 

Kommentar von Bruno Fläcklin

Lieber Ditti

Der letzte Satz ist ein wunderbarer Aufruf, welchen ich gerne unterstütze. Als Eventdestination hatte die Lenzerheide im letzten Jahr über 500 Volunteers im Einsatz, welche tage- oder sogar wochenlang für einen Eventeinsatz zur Verfügung standen. Der Lohn: T-Shirts, Eventkleider oder E-Team-Präsent, Verpflegung und Unmengen von Eindrücken, welche man nicht kaufen kann. Volunteer-Einsätze sind das beste Marketing, da diese ihre erlebten Emotionen an Freunde weitergeben, die gemachten Freundschaften pflegen und wiederkommen.

Gross- und Kleinevents ohne den Einsatz dieser Menschen wären schlicht nicht durchführbar. Deshalb geht mein Aufruf sogar noch weiter: Erlebe es einmal und Du wirst es immer wieder tun!

Gruss

Bruno Fläcklin
Tourismusdirektor Ferienregion Lenzerheide

 

Die Tourismus-total-Expertenrunde von GRHeute berichtet und kommentiert einmal wöchentlich über aktuelle Tourismusthemen für Graubünden. Unverblümt und direkt von der Front. 

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