Splügner Mädchen bangen vor Pschuurirollis

In Fell bekleidet und mit Glocken um die Hüften ziehen die «Pschuurirollis» am Aschermittwoch durch das Rheinwälder Dorf Splügen. Hier einige Impressionen im Dorfkern vor dem Hotel Suretta.

Jedes Jahr am Aschermittwoch gleicht Splügen einem Ameisenhaufen. An allen Winkeln und Ecken erscheinen Schul­kinder und ledige Mädchen, die im Nu wieder ins Dunkle untertauchen. Schuld an diesem Treiben sind die „Pschuurirolli“, die ledigen Burschen, die in Felle gehüllt, den Aschensack gefüllt, den Jugendlichen nachstel­len. Die Saumrolle, ein Ledergurt mit kugelförmigen Schellen besetzt, die die „Maschgärä“ (Maskierten) um die Hüfte gebunden haben, verrät sie und gibt den Opfern einen kleinen Vorsprung, der meistens nicht genügt. Bis zum Sonnenuntergang muss die Schwärzung vollzogen sein. Dann endet das Gegeneinander der Geschlechter, und es bilden sich Paare.

(Bild: Hotel Suretta Splügen)