Auf dem Areal «Grava» in der touristischen Kernzone von Savognin soll bereits im Jahr 2020 ein neues Hotel mit rund 200 Betten eröffnet werden. Nachdem Politik und Stimmvolk einem entsprechenden Vorhaben im Frühling 2018 den Weg geebnet haben, sind jetzt auch die investitions- und betriebstechnischen Abklärungen so weit gediehen, dass einer raschen Realisierung des Projekts nichts mehr im Weg steht.

Wenn in diesen Tagen auf dem Areal «Grava» in Savognin schweres Gerät auffährt und mit dem Abbruch der ehemaligen «Bretterhalle» der Savognin Bergbahnen beginnt, signalisiert dies einen Aufbruch für die ganze Ferienregion Savognin. Die Uffer AG mit Geschäftsleiter und Inhaber Enrico Uffer an der Spitze will auf dem Gelände noch im Verlauf des Jahres 2020 ein neues Sport- und Familienhotel im 3-Sternebereich eröffnen. Mit der Idee neuer Beherbergungsangebote auf dem ehemaligen Parkplatz der Savognin Bergbahnen haben sich die Uffer-Familien und weitere Partner bereits seit mehreren Jahren befasst. «Die positive Haltung der Gemeinde Surses zur Förderung von Hotels und hotelähnlichen Anlagen sowie der klare Wille der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zur Realisierung eines Projektes mit bewirtschafteten Betten haben uns zusätzlich bestärkt», sagte Enrico Uffer gestern vor den Medien. Diese Haltung entspreche auch der Projektphilosophie, wonach «alle Teilhaber und Botschafter des Projektes werden sollen. Einheimische Bevölkerung und Gewerbe genauso wie Zweitwohnungsbesitzer und die öffentliche Hand», wie Uffer sagte.

Finanzierung und Betrieb gesichert

Die ursprüngliche Idee war, das Projekt mit vereinten Kräften aus der Region zu stemmen. Private Personen, Vertreter/innen aus dem Gewerbe sowie Zweitwoh­nungseigentümer/innen hätten Interesse an der Realisierung des Projektes gezeigt, hiess es gestern. Im April hatte zudem das Stimmvolk der Gemeinde Surses Projekt­beiträge in der Gesamthöhe von insgesamt 2.6 Millionen Franken beschlossen – darunter eine Beteiligung am Aktienkapital der noch zu gründenden AG in der Höhe von 1 Million Franken.

Im Verlauf der Zeit ist das Interesse von professionellen Investoren und Betreibern aufgrund der hohen Projektreife immer grösser geworden. So konnten in den letzten Wochen nun auch die Verhandlungen mit einem interessierten Investor sowie einer Betreiber­gesellschaft so weit vorangetrieben werden, dass einer Realisierung des Projekts nichts mehr im Weg steht. «Die Uffer AG hat als Projektentwicklerin dieser Lösung den Vorzug gegeben, da sie sich aufgrund der involvierten Betreibergesellschaft eine höhere Auslastung der Beherbergung sowie eine bessere Einbindung der touristischen Leistungsträger erhofft», begründet Patric Vincenz diese neue Ausrich­tung. Die Namen von Investor und Betreiber will die Uffer AG im Laufe des Winters bekanntgeben. Die Investitionskosten für das Hotel belaufen sich auf insgesamt rund 15 Millionen Franken.

Modernes Konzept, attraktives Angebot

Das von der Uffer AG im Modulsystem «Quadrin» realisierte Hotel wird über 100 mo­dern ausgestattete Zimmer mit rund 200 Betten verfügen. Das Quadrin-Musterz­immer ist auf dem Baugelände aufgestellt und kann bereits besichtigt werden. Die Uffer AG kann auf bereits gesammelte Erfahrungen im Hotelbau, so auch im Zusammenhang mit der Realisierung des Modulhotels Bever Lodge in Bever, des Nordic House in Lantsch/Lenz sowie der temporären Unterkunft für das Konvikt in Chur, zurückgreifen. Wie Projektentwickler Patric Vincenz sagte, runden ein öffentliches Restaurant, Autoeinstellplätze und Parkplätze im Freien sowie Ski-in/Ski-Out das Angebot des Sport- und Familienhotels im 3-Sterne-Bereich ab.

Das Hotel soll «ein Ort der Begegnung für Einheimische und Gäste werden». Die Baueingabe für das Projekt ist für Mai/Juni 2019 vorgesehen.Die Eröffnung des neuen Beherbergungsangebots soll im Verlauf des Jahres 2020 erfolgen. «Nachdem während mehreren Jahren verschiedene Planungsarbeiten vorange­trieben worden sind, müssen nun Zeichen gesetzt und Projekte umgesetzt werden», so Vincenz.  

Wichtiger Impuls für Bergbahnen

Für die Bergbahnen stellt dieses Zusatzangebot einen wichtigen Bestandteil des Gästeangebots dar. Christian Prinz von den Savognin Bergbahnen gab an der Medienkonferenz seiner Freude über dieses wichtige Projekt Ausdruck. Prinz verwies zudem auf die grosse Bedeutung des Hotelprojekts «Grava» für die Savognin Berg­bahnen. «Unser Vorhaben, in die Bahninfrastruktur zu investieren und die erste Sektion mit modernen 10-er Gondeln auszurüsten, hängt direkt mit dem neuen Beherbergungsangebot zusammen. Wir machen vorwärts, weil sich im Dorf auch etwas bewegt», sagte Prinz. Der kaufmännische Direktor ist überzeugt, dass das neue, zentral bei der Talstation gelegene Hotel eine Auf­wertung für das Wintersportgebiet sowie die ganze Ferienregion Savognin darstellt.

 

(Bilder: zVg.)