Sie sind der Hotellerie ein Dorn im Auge: Mit Airbnb, der Community-Plattform für Buchung und Vermietung von Unterkünften, hat die Digitalisierung der klassischen Hotellerie ein Schnippchen geschlagen. Auch in Graubünden kommt das Angebot der privaten «Zimmer-Vermittlung» gut an: Einer inoffiziellen Zählung zufolge werden in Graubünden über 800 Betten privat angeboten.

Statt in einem «offiziellen» Hotel in einer fremden, privat vermieteten Unterkunft seine Ferien zu verbringen, ist dank Airbnb weltweit im Trend. Auf der Website der kalifornischen Firma sind über vier Millionen Inserate in über 190 Ländern im Angebot. Zimmer, die einst der Hotellerie vorbehalten waren. Die Karten-Eingrenzung auf der Airbnb-Webseite ist zwar etwas unübersichtlich – so sind unter den Angeboten in Graubünden auch Zimmer angrenzender Kantone zu finden – , trotzdem: Allein im Kanton Graubünden stehen auf airbnb.com rund 300 Angebote mit 800 Zimmern zur Wahl. 

In der Schweiz kann man auf der Webseite aus über 7000 Angeboten wählen. Ganz so «privat» sind die Zimmer meist aber nicht: Airbnb ist zum Beispiel Vertriebspartner von Interhome, einer Tochterfirma von Hotelplan Group, die heute viele Ferienwohnungen  via Airbnb vermietet. In Graubünden werden die meisten Airbnb-Zimmer erwartungsgemäss in den Tourismus-Hochburgen im gesamten Oberengadin und in der Region Davos Klosters angeboten, wo den Gästen jeweils über 100 Zimmer zur Verfügung stehen. Günstig ist das nicht in jedem Fall: So kostet eine Nacht in der Villa Art (Bild) in Davos via Airbnb 10’300.- Franken. Und die Chesa Surlej in Davos ist mit 10’197 Franken pro Nacht auch nicht gerade billig. Die günstigsten Zimmer im Kanton sind in Domat/Ems und in Chur zu finden, wo private Anbieter eine Übernachtung für 20, bzw. 26 Franken anbieten.

 

Weiterführende Berichte

Über die rechtliche Situation der privaten Zimmervermittlung hat die NZZ dieses Jahr berichtet. Auch im GRHeute-Tourismusforum und im GRHeute-Politforum wurde schon intensiv über Airbnb diskutiert. Und der Hauseigentümerverband hat die potenziellen Airbnb-Anbieter auch schon gewarnt. Der Bundesrat hingegen will keine neuen Regulierungen

 

(Bild: Villa Art, Davos/Airbnb/GRHeute)