Im Tierpark Goldau ist ein knapp 30 Meter hoher Turm eröffnet und eingeweiht worden. Entworfen wurde der zweibeinige Tierpark-Turm vom Bündner Architekten Gion A. Caminada, Professor für Architektur an der ETH Zürich.

Der neue Tierpark-Turm Goldau erweitert Begegnungsmöglichkeiten zwischen Mensch, Tier, Natur und Landschaft. Mit Ausnahme des Fundaments besteht der Turm vollständig aus einheimischem Fichten- und Weisstannenholz. Die Form ähnelt einem schreitenden Menschen und führt die Besucher mit 144 Treppenstufen über acht Stockwerke auf die oberste Aussichtsplattform. Der Turm vereint die hochstehende architektonische und ingenieurtechnische Schweizer Holzbaukultur mit dem Wissen und Können einheimischer Unternehmen und Handwerker, heisst es in einer aktuellen Medienmitteilung des Tierparks Goldau.

Aussicht vom Schönsten für Mensch und Tier

Der Turm diene aber nicht nur der beeindruckenden Aussicht, die den Besuchern geboten wird. Er ist Lebensraum für zahlreiche Tierarten, sei es als Nist-, Fress- oder Schlafplatz. Er eigne sich nicht nur für Vögel, sondern auch für zahlreiche Fledermausarten, die hier einen optimalen Lebensraum finden. Zudem befindet sich auf dem Bauwerk eine eigene Wetterstation, die vom bekannten und renommierten «Wetterfrosch» Jörg Kachelmann betrieben wird.

Die Bauzeit für das Fundament beanspruchte lediglich acht Wochen und der Hochbau 15 Wochen. Die grösste Herausforderung sei die Logistik gewesen, damit das regionale Baumaterial mit bis zu 14 Meter langen Holzelementen mit einem Lastwagen über das filigrane Wegnetz zum Diana-Kiosk transportiert werden konnte. Das Kostendach für den Bau von 1,2 Millionen Franken konnte nach Angaben des Tierparks eingehalten werden.

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(Bilder: zVg.)