Regionale Weekend-Sport-News aus den Sportarten Eishockey, Unihockey, Biathlon und Skicross.

Eishockey: Niederlagen für Arosa und Chur

Die beiden Bündner MySports-League-Teams Arosa und Chur haben am Samstag verloren: Der EHC Arosa verlor bei Hockey Huttwil mit 3:6, nachdem man bereits im ersten Aufeinandertreffen im Startspiel mit 2:4 unterlegen war. Die Schanfigger gingen im Startdrittel durch Nando Jeyabalan zwar in Führung, die Berner drehten das Spiel aber im Spielabschnitt, nicht zuletzt dank zwei Powerplay-Toren und brachten den Sieg im Schlussdrittel dank zwei schnellen weiteren Toren – eines erneut in Überzahl – sicher nach Hause. EHC-Arosa-Trainer Marc Haueter war nach dem Spiel entsprechend kritisch. 

 

Auch der EHC Chur musste eine Niederlage einstecken: Die Bündner verloren beim Leader Martigny knapp mit 2:4, wobei auch in diesem Spiel das Powerplay eine entscheidende Bedeutung hatte. Die Westschweizer profitierten im Startdrittel gleich zweimal von einer Überzahlgelegenheit, und als Churs Luca Schommer im Mitteldrittel verkürzte, zog Martigny mit dem dritten Powerplay-Tor umgehend wieder mit zwei Toren Vorsprung davon. 

 

In der Tabelle bleibt Arosa Vierter, Chur hat als Achter drei Punkte Reserve auf den Strich. In den nächsten beiden Spielen dürften die Emotionen wider hoch gehen, stehen doch zwei Bündner Derbys innert drei Tagen an: Am Mittwoch, 18. Dezember, empfängt Arosa den EHC Chur, ehe es drei Tage später (Samstag, 21. Dezember) im Thomas-Domenig-Stadion in Chur zum dritten Bündner Derby der Saison kommt. Das erste hatte Chur Ende September mit 4:3 für sich entschieden. Zur Tabelle in der MySports League gehts hier.

Eine weitere Niederlage musste der HC Prättigau-Herrschaft am Samstagabend in der 1. Liga einstecken: Zuhause gegen Rheintal unterlagen die Bündner mit 2:3, nachdem sie im Schlussdrittel noch zweimal in Führung gelegen waren. Zur Tabelle in der 1. Liga gehts hier.

 

Unihockey: Schweiz schlägt Finnland

Zu einem ungefährdeten 9:5-Sieg beim Tabellen-Schlusslicht Sarnen kam am frühen Samstagabend Alligator Malans. Der Unterschied wurde im Mitteldrittel geschaffen, als die Bündner vom 3:2 auf 7:3 erhöhen konnten. Erneut ein Hattrick gelang Stürmer Joshua Schnell (Bild).

Alligator-Headcoach Oscar Lundin gab sich nach dem Spiel entsprechend zufrieden: «Wir wollten heute ein paar neue Formationen ausprobieren und auch an unseren Transitions, wenn wir den Ball gewinnen, arbeiten. Das sah ganz ok aus. Im Spiel ohne Ball lagen unsere Positionen etwas zu weit auseinander, so hatte Sarnen zu viel Zeit und Raum. Aber über 60 Minuten haben wir ein gutes Auswärtsspiel gezeigt.»

Chur Unihockey hatte am Sonntag bei Zug United keine Chance un ging gleich mit 3:10 unter. Die Vorentscheidung war bereits nach dem ersten Drittel – bei einem Zwischenstand von 0:5 – gefallen. Zur Tabelle in der Unihockey-NLA gehts hier.

Den erwartet erfreulichen Einstand hatte die Schweizer Unihockey-Nationalmannschaft der Frauen mit einem 12:1-Sieg an der Heim-WM gegen Deutschland. Rekord-Nationalspielerin Corin Rüttimann von piranha Chur war dann auch entsprechend zufrieden. 

 

 

Im zweiten Spiel am Sonntagnachmittag wartete dann mit Finnland ein härterer Brocken, die Schweizerinnen zeigten sich aber erneut auf der Höhe, waren 50 Minuten lang das bessere Team und schlugen den aktuellen Vize-Weltmeister mit 7:4. Der Sieg ist besonders wichtig, weil nun aller Voraussicht nach Top-Favorit Schweden erst im Endspiel warten würde.

 

 

Biathlon: Gasparin Sisters schreiben Geschichte

Der Schweizer Frauenstaffel im Biathlon gelang beim Weltcup in Östersund ein Coup. Das Quartett mit den drei Gasparin-Schwestern und Lena Häcki holte sich in Schweden hinter Norwegen den 2. Rang. Es war der erste Podestplatz einer Biathlon-Frauenstaffel. 

Der Coup zeichnete sich zu Beginn nicht ab. Die Startläuferin Elisa Gasparin übergab nach zwei Nachladern an 8. Stelle mit 48 Sekunden Rückstand. Ihre Schwestern Selina und Aita Gasparin schlossen aber dank starken Leistungen im Schiessstand zur Spitze auf. Schlussläuferin Lena Häcki behielt die Nerven und sicherte sich den zweiten Platz. Die Schweizer Frauen wiesen mit nur vier Nachladern das mit Abstand beste Resultat im Schiessstand aus.

 

Skicross: Pech für Joos Berry

Eine gute Chance auf sein 2. Weltcup-Podest verpasste am Samstag der Prättigauer Joos Berry beim Weltcup in Val Thorens. Der Fahrer vom Skiclub Grüsch-Danusa stürzte im Final nach gutem Start und musste sich mit Rang 4 zufrieden geben. Nach dem Achtelfinal-Out am Freitag war es für Berry dennoch ein Sprung nach vorne. Bereits in den Viertelfinals scheiterte Alex Fiva, für Armin Niederer bedeutete bereits die Qualifikation Schluss. 

 

(Bild: ehcfans.ch/Alligator Malans/Erwin Keller)

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