Der HC Davos hat beim SC Bern mit 3:4 nach Penaltyschiessen verloren. Immerhin gabs für die Bündner einen Punkt, nachdem sie fünf Minuten vor Schluss der regulären Spielzeit noch mit 1:3 hinten gelegen waren.

16945 Zuschauer verwandelten die Berner Hockey-Arena in ein Tollhaus und sahen von Beginn weg einen kämpferischen SCB, der mehr als gewillt war, seinen schwachen Saisonstart gegen Davos zu korrigieren. Trotzdem gehörten die Startminuten den aufsässigen Bündnern, auch wenn die grossen Chancen ausblieben. Ein Lattenschuss in der 6. Minute von Tristan Scherwey weckte den Berner Bären, der in der Folge stärker wurde und bis zur 19. Minute auf 2:0 davonzog. Immerhin konnte der HCD-Schwede Mattias Tedenby mit seinem fünften Saisontreffer nach grandiosem Pass von Perttu Lindgren postwendend noch vor der ersten Pause verkürzen. 

Perttu Lindgren überragend

Der SCB hatte aber ein Rezept gegen die laufstarken Davoser gefunden, neutralisierte die Bündner Angriffe, blockte Schüsse en masse und holte sich den Zweitore-Vorsprung in der 34. Minute mit dem 3:1 wieder zurück. Der HCD rannte in der Folge immer stärker an, am Ende war es erneut der überragende Finne Perttu Lindgren, der die entscheidenden Akztente setzte: Rund fünf Minuten vor Schluss traf Youngster Benjamin Baumgartner im Powerplay nach einem Zuckerpass Lindgrens zum 2:3. 121 Sekunden vor Schluss nahm HCD-Coach Christian Wohlwend seinen Goalie Sandro Aeschlimann vom Eis, und tatsächlich: Topskorer Lindgren gelang mit einem platzierten Schuss der Ausgleich zur Verlängerung. Der Finne hat nach sieben Spielen bereits vier Tore und acht Assists auf seinem Konto!

Guter Davoser Saisonstart 

Im Penaltyschiessen agierte der HCD unglücklich und verlor, nachdem die Bündner durch Aaron Palushaj noch in Führung gegangen waren. Der Amerikaner blieb aber der einzige Davoser Penalty-Torschütze, so dass Bern letztlich mit 4:3 siegte und die Serie des HCD mit drei Siegen in Serie beendeten. In der Tabelle wirkt sie der Punktgewinn nicht wirklich aus. Allerdings ist diese zum jetzigen Zeitpunkt auch völlig unlesbar, hat doch beispielsweise Leader Biel fast doppelt so viele Spiele bestritten wie der HCD, der am Dienstag in Fribourg noch ein Auswärtsspiel bestreiten muss, ehe es am Samstag – nach acht Auftritten in Serie auf fremdem Eis – erstmals vor eigenem Publikum zur Sache geht. Mit 1,71 Punkten pro Spiel sind die Landwassertaler jedenfalls solide in die Saison gestartet – dies ist immerhin der fünftbeste Wert der Liga. 

 

(Bild: Screenshot SRF)