Auf dem Areal des heutigen Sportplatzes Ringstrasse ist ein Ersatzneubau für die sanierungsbedürftigen Schulhäuser Daleu und Florentini geplant. Das Preisgericht hat am 17. Mai 2019 aus 50 Planungsteams 12 zum öffentlichen Projektwettbewerb für das Schulhaus Ringstrasse zugelassen.

Mit dem Neubau kann ein wesentlicher Teil des fehlenden Raumbedarfs an der Stadtschule aufgefangen werden. Das Areal des Primarschulhauses Daleu soll für die Erweiterung der Gewerblichen Berufsschule Chur (GBC) genutzt und als wichtiger öffentlicher Ort im Quartier aufgewertet werden. Das Schulhaus Ringstrasse ist zudem für den Hallensport sowie als neues Angebot an Kulturräumen wichtig, wie die Stadtkanzlei Chur am Donnerstag mitteilte.

In der Stadt Chur besteht Handlungsbedarf im Raumangebot des Schulbereichs, der schulergänzenden Kindertagesstätten (KTS), in der ausserschulischen Sportnutzung sowie bei Kulturräumen. Durch den Neubau des Schulhauses Ringstrasse können diese Anforderungen weitgehend abgedeckt werden. Durch die Nutzung vielfältiger Synergien wird eine sehr hohe Auslastung der Infrastruktur erreicht.

Ein Variantenvergleich hat gezeigt, dass ein Neubau an der Ringstrasse wirtschaftlicher ist als eine Sanierung und Optimierung der bestehenden Schulhäuser. Im Rahmen des Neubauprojekts Schulhaus Ringstrasse soll auch die ursprünglich auf der Oberen Au vorgesehene Mehrfachhalle realisiert werden. Auf dem Areal Daleu kann sich die Gewerbliche Berufsschule Chur (GBC) weiterentwickeln und das Areal Florentini einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Jurierung gegen Ende Jahr

Das Schulhaus Ringstrasse soll den Anforderungen der Primar- und Sekundarstufe I mit Talentklassen, schulergänzenden Kindertagesstätten, einer Dreifachturnhalle mit Einspielhalle für schulische und ausserschulische Zwecke (Vereinssport, Unihockey auf nationaler Ebene / KASAK) als auch einer Aula, welche zusätzlich durch Dritte genutzt werden kann, gerecht werden. Die Schulanlage wird auf der Parzelle 2725 an der Ringstrasse in Chur geplant. Die bestehende Primarschulanlage Herold bleibt bestehen und soll mit dem neuen Areal verbunden werden.

Auf diesen Grundlagen wurde im März 2019 der Projektwettbewerb Schulanlage Ringstrasse ausgeschrieben. Von den 50 Bewerbern wurden im Rahmen eines Präqualifikationsverfahrens zwölf Teams selektioniert. Diese werden bis im September 2019 ihre Wettbewerbsbeiträge erarbeiten. Anschliessend werden die Beiträge vorgeprüft und im Oktober / November 2019 durch das Preisgericht juriert. Anschliessend ist eine umfassende Information des Gemeinderates vorgesehen.

Geplant ist, dem Gewinnerteam den Auftrag zur Weiterbearbeitung des Wettbewerbsergebnisses in Form eines Vorprojekts zu vergeben und es danach dem Gemeinderat und dem Volk zur Beschlussfassung vorzulegen. Die Inbetriebnahme ist nicht zuletzt abhängig von der Beschlussfassung durch die zuständigen Behörden, allfälligen Einsprachen und dem Baufortschritt. Gegen das Zwischenziel Präqualifikation sind keine Beschwerden eingegangen. Die Inbetriebnahme ist gemäss aktueller Planung für August 2023 vorgesehen.

(Bild: GRHeute)