Das erste Exemplar der 361 Millionen Franken Bestellung «Capricorn» feierte sein Roll-Out bei der Stadler AG in Altenrhein. Die ersten Tests sollten bereits diesen Herbst zwischen Landquart und Davos durchgeführt werden.

«Ich glaube, man kann die Freude vergleichen mit der Geburt eines Kindes, wenn man das erste Mal vor dem neuen Produkt steht.» sagt Renato Fasciati, Direktor der Rhätischen Bahn, in der Medienkonferenz vom 15. April 2019. Der erste fertiggestellte vierteilige Zug fuhr am Montag um 13:00 Uhr aus der Werkhalle.

Die exklusiven Impressionen des Roll-Outs:

 

Erste Massnahmen gegen die Verspätungen

Die neuen Wagons wurden gezielt für den Bündner Personenverkehr gebaut. Die RhB analysierte im vergangenen Jahr die Ursachen der Verspätungen. Hauptgrund waren die Verzögerungen beim Ein- und Aussteigen der Fahrgäste aufgrund der zu engen Türen. Nun wurde mehr Stauraum für Gepäck sowie Ski, Snowboards und Velos geschaffen. Die Türen sind ebenfalls breiter als bei den Vorgängermodellen, um den Passagierwechsel mit Velofahrern zu erleichtern und zu verschnellern.

Die Stadler Rail AG wurde auf technischer Ebene gefordert

Der Projektleiter der RhB, Rene Keller, war sich bewusst, dass die Erfüllung ihrer Wünsche schwierig werden könnte. So freut es ihn umso mehr, dass die Stadler Rail AG diese mit Bravour umsetzen konnten. Mit Übersetzfenster wollen sie den Fahrgästen das Fotografieren des Bündner Panorama erleichtern. Die Geräuscheindämmung wurde weiter optimiert und soll für mehr Komfort für die Fahrgäste sorgen.

 

(Bild/Video: GRHeute)