Die Ems Chemie hat den Nationalen Bildungspreis für ihre Verdienste in der Lehrlingsausbildung verliehen bekommen. An der offiziellen Feier standen die Lehrlinge im Mittelpunkt.

Was verliehen wurde: Der Nationale Bildungspreis, verliehen von der Hans Huber Stiftung und der Stiftung Fachhochschule Schweiz. Vor der Ems Chemie wurde der Preis unter anderem an Swatch, Stalder Rail und die Pilatus Werke verliehen.

Wo der Festakt stattfand: in der Kantine der Ems Chemie in Domat/Ems. Mit einer eigens eingerichteten Labor Bar, an der rauchende Drinks serviert wurden.

Wer da war: Ems-Ehrenpräsident alt Bundesrat Christoph Blocher, Unternehmerin Magdalena Martullo, Nationalrätin Sandra Locher Bengeruel, FHGR-Direktor Jürg Kessler, alt Nationalrätin Brigitta Gadient, iBW-Direktor Stefan Eisenring, Bildungsminister Jon Domenic Parolini und Lernende der Ems Chemie.

Was gesagt wurde: «Wir wollen den Jugendlichen den Weg über die Berufslehre schmackhaft machen.» «Das duale System ist für die Schweiz überlebenswichtig.» «Die Preisträgerin ist ein emsiger Glücksfall.» (Christian Fiechter, Präsident Hans Huber Stiftung.) «Das ist ein schöner Preis, er ist einfach nicht aus Plastik, das merkt man am Gewicht.» «Das ist auch ein bisschen ein Mahnmal.» «Viele Länder sind neidisch auf unser System.» (Magdalena Martullo, CEO Ems Chemie.) «Es gibt nichts Gutes ausser man tut es.» «Die Ems Chemie tut im Bereich der Lehrlingsausbildung Gutes und sie macht es gut.» (Jon Domenic Parolini, Bildungsminister.)

Der erste Lehrling der Ems Chemie: Der erste Lehrling hiess Daniel Caluori, und als sein Vater am 9. April 1942 im Namen seines Sohnes um eine Lehrstelle bat, brauchte die damalige Geschäftsleitung der damaligen Holzverzuckerung AG über ein Jahr, um sich zu entscheiden. Daniel Caluori durfte am 16. Mai 1943 als Laborgehilfe anfangen und weil er sich geschickt anstellte, vom 1. Oktober 1943 bis 1. Oktober 1946 eine Lehre als Laborant absolvieren. Das damalige Ausbildungskonzept umfasste 11 Seiten, Daniel Caluoris Lohn im ersten Jahr 40, im zweiten Jahr 60 und im dritten Jahr 80 Franken. Seither bildete die Ems Chemie rund 3000 Lernende aus, von denen beim Abschlusszeugnis eine Mindestnote einer Fünf erwartet wird.

Was die Lehrlinge sagten: «Es ist eine gute Lehre bei der Ems Chemie.» «Es ist viel strenger, als man denkt.» «Den Fünfer erreichen wir nur mit Mühe, aber wir werden von unseren Ausbildern unterstützt.» «Da wir auch in der Lehre Schicht arbeiten, haben wir weniger Freizeit.» «Wir würden die Ems Chemie jedem Kollegen als Lehrbetrieb empfehlen.»

Highlight des Abends: Rauchige Drinks, von den Lehrlingen angerichtet und serviert. Bei minus 196 Grad gefrorene Popcorn.

(Bilder: GRHeute)