Nachhaltige, gemeinnützige Projekte in der ganzen Schweiz. Vom 16. bis 19. Januar 2020 findet die neue Ausgabe des grössten Freiwilligenarbeitsprojektes der Schweiz statt. Und die Schweiz steht Kopf!

Die Idee ist so einfach wie bestechend: Innerhalb von genau 72 Stunden setzen Jugendgruppen in der ganzen Schweiz eigene gemeinnützige und innovative Projekte um. Ob ein Jugendheim renovieren, ein Iglu bauen oder zusammen mit Menschen mit einer Behinderung ein Theater inszenieren – den Ideen sind keine Grenzen gesetzt!

Inspiriert von 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung engagieren sie sich mit Enthusiasmus für die Umsetzung der Ziele in der Schweiz.

Sie zeigen, dass die Schweizer Jugend über alle Fähigkeiten verfügt, um unsere Welt zu verändern: Ausdauer, Flexibilität, Kreativität und Teamgeist. Mit dem Start der Aktion beginnt der Wettlauf gegen die Zeit. Das Ziel? Mit der eigenen Gruppe innerhalb von 72 Stunden ein etwas verrücktes Projekt umsetzen – ohne finanzielle Mittel, aber mit Erfindergeist. Die Unterstützung der Bevölkerung ist daher für den Erfolg der Projekte notwendig!

Auch in Graubünden machen einige Jugendvereine an dem 72 Stunden Projekt mit.

Jubla Landquart: let it bee

Die Jungwacht Blauring Landquart baut mit ihren Kindern aus Abfallholz und Materialen aus dem Wald Insektenhotels. Diese werden sie in der Gemeinde verteilen. Man wird diese im Wald, auf dem Schulhof, bei der Jubla-Hütte und neben der katholischen Kirche in Landquart finden. Insektenhotels sind notwendig, da es immer weniger natürliche Lebensräume für Insekten gibt und die Artenvielfalt gefährdet ist.

Jugendarbeit Chur: Zusammen Gegen Food Waste

Sie sammeln am Freitag und Samstag Lebensmittel ein, welche im Abfall landen würden und verarbeiten diese zu Mahlzeiten. Sie wollen die Bevölkerung auf das Thema Food Waste aufmerksam machen und bieten zusätzlich einen Workshop an.

LGB/Gemeinde Brigles: Jugendliche helfen älteren Menschen bei Fragen und Problemen mit Computer und Handy

Die LGB helfen älteren Menschen der Gemeinde Brigles mit Problemen am Computer und am Mobiltelefon. Zudem laden  sie zu Suppe und Muffins ein und begegnen einander im gemeinsamen Spiel.

JUAR Churwalden: Wegwerfen ist auch keine Lösung

Projekt Upcycling. Beim Upcycling werden Abfallprodukte oder nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte umgewandelt. Zwei Tage werden in der Gemeinde Churwalden (anscheinend) nutzlose Stoffe gesammelt und aufgewertet. Gleichzeitig erstellen sie ein Buch, mit tollen „upcycling“ Ideen und Möglichkeiten. Am Samstag werden sie die Produkte bei Kaffee und Kuchen ausstellen und präsentieren. Es ist ihnen wichtig, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die Ressourcen dieser Erde begrenzt sind.

JuBla Surselva: less plastic is fantastic

Die JuBla Surselva produziert zusammen mit Schülerinnen und Schülern der 3.OS und den Firmenden Einkaufstaschen für Brot, Gemüse, Früchte aus Baumwolle.

Diese werden mit diversen Slogans verziert. Rechtzeitig zum Wochenendeinkauf ab Freitagabend werden diese in allen Einkaufszentren und Filialen in Ilanz verteilt.

Ausserdem werden In den öffentlichen Schulhäusern die „Energie Guard“ am Abend die Runde drehen um überflüssige Beleuchtung sowie Elektrogeräte ausschalten. Auch Heizung wird auf das Minimum zurück gedreht.

GiuRu: Voice Recording per Vallader e Sursilvan

Innerhalb von 72 Stunden werden weit mehr 72 Stunden Audiomaterial gesammelt. Diese als open source zur Verfügung gestellten Daten dienen später weiteren Institutionen als Basis, um rätoromanische Sprach- und Texterkennungsapps zu entwickeln und programmieren. Die Lia Rumantscha überlässt uns digitale Texte die eingelesen werden können. Auch nach diesen ersten 72 Stunden können die Teilnehmenden und alle Interessierten ihre Stimmen in all den Varietäten und Dialekten aufzeichnen und in die Mediathek einspeisen. Bereits während den 72 Stunden steht die Plattform allen Interessierten, die der romanischen Jugend helfen wollen, offen um auch die eigene Stimme einzulesen. Tgi che vul far part a l’acziun, dastga gugent s’annunziar tar nus.

(Bild: 72h.ch)