Über 700 Patienten wurden im Februar dieses Jahres am Regionalspital der Surselva in Ilanz notfallmässig betreut. Ein Grossteil dieser Notfalleintritte sind auf den Wintersport zurückzuführen. 

Beste Pistenverhältnisse, sonnige und warme Tage sowie Schul- und Sportferien in den deutschschweizer Kantonen sowie Teilen von Süddeutschland sorgen für eine hohen Zustrom in die regionalen Skigebiete. Jung und Alt geniessen im Februar wie in jedem Jahr herrliche Wintersporttage in der Surselva. Die hohen Besucherfrequenzen in den Skigebieten sorgten aber auch für zahlreiche Unfallopfer und somit auch über einen sehr regen Betrieb auf der Notfallstation am Spital in Ilanz.

An den Wochenendtagen im Februar sowie auch teilweise unter der Woche wurden im Durch- schnitt täglich 40-50 Notfallpatienten betreut. Gesamthaft wurden während des Monats über 700 Notfalleintritte gezählt, knapp ein Drittel davon musste stationär betreut werden. Diese hohe Patientenzahl bedeutete für das Personal der Notfallstation, für die Pflege auf den Abteilungen sowie auch für die Ärztinnen und Ärzte einen hohen Arbeitsaufwand und viele Überstunden. Oftmals musste bis weit in die Nacht hinein operiert werden, ein freies Bett auf der Überwachungsstation (IMC) war Mangelware.

Deutlich mehr Skifahrer als Snowboarder

Drei- bis viermal täglich flog die Rega Unfallopfer direkt von der Skipiste auf das Dach des Regionalspitals. Über 80 Patienten wurden im vergangenen Monat mit den Ambulanzfahrzeugen des Rettungsdienstes am Regionalspital Surselva aus den Skigebieten auf unsere Notfallstation eingewiesen. Unter diesen Patienten fanden sich mit ca. 70% auffallend viele Skifahrer und deutlich weniger Snowboarder. Der weitaus grösste Anteil der Notfallpatienten kamen jedoch selbständig auf die Notfallstation und beschäftigten das Notfallpersonal vor allem in den Abend- und frühen Nachtstunden.

Die Zahl der Notfallbehandlungen decken sich weitgehend mit den Zahlen des vergangen «Rekordjahres» 2018. Tendenziell mussten im Februar diesen Jahres mehr Patienten stationär behandelt werden. Die hohe Zahl der Notfalleintritte verteilte sich aufgrund unterschiedlicher Schulferienzeiten in den verschiedenen Kantonen etwas besser als im vergangenen Jahr. Hierdurch ist zu erklären, dass eigentliche Rekordtage ausblieben und zu keiner Zeit Kapazitätsengpässe verzeichnet werden mussten.

Auch die Verletzungsmuster der Pistenopfer unterschieden sich vom vergangenen Jahr. Wurden in den ersten Monaten 2018 auffallend häufig Knochenbrüche im Bereiche des Kniegelenkes behandelt. In den vergangenen zwei Monaten hingegen wurden viele Schultergelenksbrüche und Schlüsselbeinbrüche behandelt. Wie in jeder Wintersportsaison waren Gehirnerschütterungen infolge Sturz auf der Piste häufig. Gründe für die unterschiedliche Häufung von Verletzungen sind wohl in der Pistenbeschaffenheit sowie den meteorologischen Verhältnissen zu suchen.

 

(Bilder: zVg.)