Im letzten Heimspiel der Qualifikation hat der EHC Chur am Samstagabend in der 31. Runde der Meisterschaft der MySports League doch noch den ersten Dreier einfahren können. Die Einheimischen schlugen nämlich vor 431 Zuschauern im Thomas Domenig Stadion in einem auf bedenklich schwachem Niveau ausgetragenen Spiel die ebenfalls schon in die Playouts verwiesenen HC Düdingen Bulls mit 3:0-Toren und haben dank diesem Punktezuwachs ihre bedrohliche Lage am Tabellenende doch etwas entschärfen können.

Einbilden auf diesen Sieg müssen sich die Churer allerdings nichts, denn sie waren in diesem von unzähligen Fehlern geprägten Spiel nicht etwa besser als die ebenfalls verletzungsgeschwächten Gäste, sondern ganz einfach etwas weniger schlecht. Während im ersten Drittel wenigstens noch vereinzelt zusammenhängende Aktionen zu sehen waren, wurde das Spiel ab dem zweiten Drittel immer konfuser und auch langweiliger, weil herausgespielte Torchancen Mangelware wurden und lange Zeit auch keine Tore fielen. Spannung erzeugte nur der unentschiedene Spielstand.

Entscheidung im Schlussdrittel

Erst in der 47. Minute erlöste Siro Rutzer die einheimischen Spieler und Zuschauer, indem er fast aus dem Nichts heraus ungestört das gegnerische Gehäuse umkurven und aus optimaler Position den Führungstreffer erzielen konnte. Doch anstatt nachzusetzen und die endgültige Entscheidung zu suchen, überliessen die Steinböcke das Spieldiktat nun den Düdingern, die dadurch zu einigen gefährlichen Abschlüssen kamen. Glücklicherweise konnte sie Churs Keeper Leon-Vincent Sarkis allesamt zunichte machen.

In der 52. Minute profitierte Jan Monstein von einem unverständlichen Aussetzer in der Defensive der Gäste, der ihm erlaubte, die freiliegende Scheibe problemlos im leeren gegnerischen Gehäuse unterzubringen. Danach begingen diese mehrere Frustfouls, sodass die Einheimischen zweimal in doppelter Überzahl spielen konnten. Dabei zeigte sich einmal mehr die Unfähigkeit des EHC Chur im Powerplay. Nur gerade 30 Sekunden vor der letzten Sirene sorgte dann aber Dennis Urech mit einem Slapshot aus kurzer Distanz doch noch für das 3:0-Schlussresultat.

Hoffnungsschimmer für den EHC Chur

Dank diesem Erfolg ist der Rückstand des Stadtclubs, der am nächsten Mittwoch zum Abschluss der Qualifikation noch auswärts auf Hockey Huttwil trifft, auf Star Forward auf vier und auf die HC Düdingen Bulls auf sechs Punkte zusammengeschrumpft. Änderts sich nichts mehr daran, haben es die Steinböcke in den am Samstag, 9. Februar beginnenden Playouts zumindest wieder in den eigenen Händen, dem drohenden Abstieg vielleicht doch noch zu entrinnen.

 

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(Bilder: GRHeute)