Mehr als 700 Konzertbesucher sind in Chur in den Musikgenuss von Hecht gekommen. Einer Band, die es versteht, Schwung in die Bude zu bringen.

Von der ersten Minute an rocken die fünf Hechte am Samstagabend den Churer Marsölsaal und machen dem Publikum klar, dass sie Feuer und Flamme sind für das, was sie tun. Bereits im März brachten sie mit ihrem Auftritt im Viva-Club gute Stimmung in die Bündner Hauptstadt und wie Stefan Buck, Sänger der Band, verkündet, mussten sie unbedingt nochmals herkommen. In weissen Turnschuhen und bunten Hemden hüpfen sie auf der Bühne und singen von Julia, Charlotta, Adam und Eva. Und alle hüpfen mit.

«Ein Furz im Universum»

Obwohl sie vom perfekten Moment erzählen, in dem man möchte, dass alles bleibt, wie es ist, beweisen sie mit ihrer komplett ausgebuchten «Oh Boy-Tour» sowie ihrem Konzert im kommenden Jahr im Hallenstadion Zürich, dass sie nicht stehenbleiben. Und doch sind sie auf dem Boden geblieben, die fünf Luzerner aus Zürich. «Wir sind ein Furz im Universum», so Sänger Stefan, der findet, dass wir Menschen uns viel zu wichtig nehmen. «Wir singen nicht immer schön und perfekt, dafür aber laut und ehrlich», ruft er ins Mikrofon. Mit ihren Hits wie «Surfer» und «Kawasaki» zeigen sie durchaus nicht nur ihren Spass an der Musik, sondern auch Talent.

Umarmung statt Selfie

Silbernes Lametta fliegt vom Himmel, Dance-Moves bringen das vorwiegend weibliche Publikum zum Kreischen, die Musiker mischen sich unter die Leute und der Sänger lässt sich auf Händen tragen. Auch wenn sie keinen Bock haben auf Selfies mit ihren Fans: Die Nähe zu ihnen scheuen sie ganz und gar nicht. Anstelle von Fotos gibt es nach dem Konzert persönliche Gespräche und Umarmungen. Hecht versteht es offensichtlich, jeden Moment voll und ganz auszukosten, denn «ihr Leben lang traurig zu sein ist ja nicht so ihr Ding».

 

 

(Bilder: Karin Hobi)