Die neue Sportanlage kommt zum richtigen Zeitpunkt: Im  Jahr 2020 wird Chur auf einem Schlag über 500 Einwohner mehr haben.

«Das war ein wichtiges Wochenende für Chur», sagte Stadtpräsident Urs Marti am Sonntagnachmittag vor den Medien im Rathaus Chur. Neben den nationalen Vorlagen gab es für Chur zwei weitere Abstimmungen: Das Projekt «Eisball», das auf der Oberen Au das marode Stadion an der Ringstrasse ersetzen wird und den Zusammenschluss mit der Gemeinde Maladers, das zuvor schon von allen Instanzen gut geheissen worden war.

«Es gab viel Blessuren, Schienbeinbrüche und andere Verletzungen in den vergangenen Jahren», sagte Urs Marti. Diese scheinen alle verheilt zu sein: Der Churer Souverän stimmte dem Projekt «Eisball» mit 9545 zu 2214 Stimmen respektive 81 zu 19 Prozent zu. Die Stimmbeteiligung lag bei 49,70 Prozent was bedeutet, dass jeder zweite Churer abgestimmt hat. «Wir danken allen, dass wir das Projekt fertig stellen dürfen», sagte Urs Marti.

«Die Leute wollten das Projekt endlich heimbringen», sagte Urs Marti. Ausserdem seien sie mit einer positiven Grundstimmung an den Start gegangen. Die Annahme vom «Eisball» zieht einen Rattenschwanz an Projekten nach sich: Auf das Areal der jetzigen Ringstrasse soll einst ein Ersatz für die Schulhäuser Daleu und Florentini gestellt werden. Und in einem weiteren Schritt ist ebenfalls auf der Oberen Au ein Neubau der Stadthalle geplant. Welches die nächsten Schritte sind, will der Stadtrat wahrscheinlich nächsten Herbst bekannt geben.

Ja zum Zusammenschluss mit Maladers

Am 1. Januar 2020 wird Chur auf einen Schlag um 520 Einwohner reicher. Dem Zusammenschluss mit der Nachbargemeinde Maladers stimmte die Churer Stimmbevölkerung ebenfalls mit 9686 zu 1761 Stimmen respektive 85 zu 15 Prozent zu. Die Stimmbeteiligung lag leicht unter derjenigen für den «Eisball».

«Wir freuen uns über jeden Maladerser oder jede Maladerserin, die in einem Jahr zu Chur kommt», sagte Urs Marti. Auch der jetzige Gemeindepräsident von Maladers, Georg Loretz, ist erfreut über das Ergebnis. Mit dem Entscheid wird er in einem Jahr befreit seine Pension geniessen können: «Dieser Zusammenschluss war mir ein grosses Anliegen.» Mit Loretz wird auch der gesamte Gemeinderat von Maladers entlassen; die Angestellten der Gemeindeverwaltung werden in die Stadtverwaltung von Chur integriert.

Die Schule – Kindergarten und Primarschule – wird indes im Dorf bleiben. «Alleine auf nächstes Schuljahr bekommen wir zehn neue Kindergärtner», sagte Loretz. In der letzten Zeit seien einige Familien mit Kindern zugezogen. «Früher zogen vor allem die Pensionierten zu uns, die in der Sonne ihren Lebensabend geniessen wollten.» Das grosse Ganze für den Zusammenschluss ist schon geregelt. Im verbleibenden Jahr müssen noch die Details geklärt und organisiert werden.

Urs Marti ist mit den Resultaten mehr als zufrieden. «Das waren beides Herzensangelegenheiten von mir.»

(Bilder: zVg, GRHeute)