Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN formulierte vor einiger Zeit rund um die Gespräche zur Eröffnung vom Arosa Bärenland und der Ankunft vom ersten Bewohner Napa in Arosa den Gedanken, ob man in Arosa zu Gunsten vom Wohlbefinden von Napa und all den anderen Tieren in der schönen Natur von Arosa in diesem Jahr auf das Feuerwerk vom Nationalfeiertag verzichten könnte.

 Arosa Tourismus – im Auftrag der Gemeinde Arosa – für die Umsetzung der 1. August Feierlichkeiten zuständig, reagierte umgehend und fand es sinnvoll der Gemeinde Arosa den Antrag auf „Aussetzen vom Feuerwerk im Jahr der Eröffnung vom Arosa Bärenland“ zu stellen. Die Gemeinde stimmte zu. Gefragt, getan. Arosa Tourismus informierte vorausschauend die Leistungsträger, damit die Gäste frühzeitig informiert werden können und es nicht zu Enttäuschungen kommt. Die Reaktionen lösten ein mittleres Erdbeben aus. Nicht etwa weil der Verzicht nicht akzeptiert würde, ganz im Gegenteil.

Erste Ferienregion ohne Feuerwerk als Fernziel

Viele Feedbacks erreichten noch vor der offiziellen Bekanntgabe vom Verzicht Gemeinde und Tourismusorganisation. Die 1. Augustfeier sei ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender in Arosa und es wäre toll, wenn Arosa ein alternatives Konzept ausarbeiten könne. Nicht primär für Napa und das Arosa Bärenland. Viel mehr für die vielen Tiere, welche in Freiheit oder als Haustiere in Arosa weilen. Tierfreunde, aber auch Hotelier, Gewerbetreibende und Privatpersonen äussern sich positiv zu diesem Gedanken und dem Bruch mit einer Tradition, resp. der neuen Definition einer Tradition. In Arosa gibt es nämlich auch seit vielen Jahren gern gesehene Alternativen zu einem Feuerwerk mit Raketen. So sind dies die Höhenfeuer oder das auch schon einmal versuchsweise Abschalten aller Lichter, um die Sterne zu sehen.

Der Verzicht auf das offizielle Feuerwerk bedeutet aber nicht, dass in Arosa am 1. August gar keine Böller gezündet werden dürfen. Private haben alle Rechte. Nun möchte Arosa genau diese Gäste, Einheimischen und Besucher von Arosa anfragen, ob ein Verzicht von jeglichen Feuerwerkskörper in Arosa eine Option darstellt. Vielleicht verzichten gar Firmen mit Verkaufsstellen für Feuerwerk auf die Raketen und Böller. Arosa möchte seine eigenes „1. August Feuerwerk“ erschaffen. Das Feuerwerk der leisen Form zum Wohle der Tiere. Fackeln, Lichterketten, Lampione, Höhenfeuer, etc.

Tourismusdirektor Pascal Jenny möchte mit dem Verzicht in diesem Jahr eine grundsätzliche Diskussion anstossen: «Unabhängig von Napa fragen wir uns, ob ein Feuerwerk noch notwendig ist. Wir möchten alle Gäste und Beteiligten einladen und mit Blick auf Nachhaltigkeit, Lärm, Natur – aber auch Gästeerwartung, Tradition Ideen für die 1. August Gestaltung in Arosa ab dem 1. August 2019 zuzustellen. Wir sind gespannt auf die kreativen Ideen, um eine neue Tradition zu schaffen und mit Arosa vielleicht die erste feuerwerksfreie Region der Schweiz zu werden. »

Die Tourismusorganisation der charmanten Ferienregion möchte vorangehen und steht für die Überzeugung, dass in einer herrlichen Bergwelt mit so vielen Tieren irgendwie gut auf Feuerwerk verzichtet werden könne. Alternativen sind gefragt.

 

(Bild: GRHeute)