Tschlin, das malerische Bündner Dorf im Unterengadin, ist dem 2015 gegründeten Verein «Die schönsten Schweizer Dörfer» beigetreten. Das typische Engadiner Bergdorf liegt im Dreiländereck von Schweiz, Österreich und Italien und thront mit Stolz auf einer Sonnenterrasse auf 1’550 Meter über Meer. Die Strecke vom Tal hinauf nach Tschlin windet sich in engen Kurven, bis man schliesslich oben ankommt – im ruhigsten Dorf der Schweiz.

Das Leben auf dem Land und in einem Bergdorf ist besonders. Dorfleben heisst auch Gemeinschaft. In der Gemeinde Valsot von Ramosch bis Vinadi haben sich die Einwohner auf Ihre Tradition, Natur, ihre Wurzeln und Werte besonnen. Sie halten zusammen, ziehen an einem Strang. Entstanden ist dadurch ein Gütesiegel für ein Dorf, eine Marke, die inzwischen schweizweit bekannt ist. Die Rede ist von «Bun Tschlin». Ein Gegenstück zur globalen Welt. Qualität statt Quantität ist die Devise verknüpft mit Authentizität, romanischer Kultur und Sprache, traditioneller Landwirtschaft und sanftem Tourismus. Tschlin hat noch weitere Highlights zu bieten, wie das legendäre Biera Engiadinaisa, den Brunnen Duonna Lupa, oder die schweizweit bekannten Engadiner Musiker «Ils Fränzlis da Tschlin». Im Jahr 2013 haben sich Ramosch und Tschlin zur Fusionsgemeinde Valsot zusammengeschlossen. Dadurch ist nicht nur das Gemeinde Territorium gewachsen sondern auch das Portfolio an Kultur- und Naturschätzen. Die Burgruine Tschanüff gilt nicht nur als Wahrzeichen von Ramosch, sondern gehört neben den Burganlagen Schloss Tarasp und Burg Steinsberg zu den bedeutendsten Festungen im Unterengadin mit einer ganz besonderen Flora auf dem Burghügel. Zu einem weiteren Kulturgut zählt die Florinuskirche von Ramosch, die mit einer Kapazität für circa 450 Personen die zweitgrösste reformierte Kirche im Kanton Graubünden ist. Ausserdem zählt das künstlerisch gestaltete Sakramentshaus dieses spätgotischen Kirchenbaus zu einem der eindrücklichsten von Graubünden. Die Kirche dient auch als Zeitzeuge für das Christentum im Unterengadin. Mit einer Niederschlagsmenge von 63 cm zählt Ramosch zu den trockensten Orten der Schweiz. Aufgrund des milden Klimas und der fruchtbaren Bodenverhältnisse vor allem für den Roggenanbau galt Ramosch einst als Kornkammer des Engadins. Tschlin und Valsot schaffen es immer wieder aufs Neue den einzigartigen Ort mit seinem ursprünglichen Charakter zu bewahren und trotzdem offen für Neues zu sein! Ganz nach dem Motto „Tschlin – wo Tradition Mode ist“.

Um zu den «schönsten Schweizer Dörfern» zu gehören, muss das Dorf ein bestimmtes historisches, kulturelles und landschaftliches Erbe vorweisen können. Seit Juni 2017 ist der Schweizer Verein Mitglied des internationalen Verbandes «Die schönsten Dörfer der Welt», die Frankreich, Italien, Belgien, Spanien, Deutschland, Kanada, Japan und die Schweiz vereint und vertritt. Der Schweizer Verein zählt jetzt 32 Dörfer und Städtchen in 13 Kantonen.

Tschlin wird in dem Aquarellbuch mit dem Titel „J‘aime la Suisse et ses Villages“ (Ich liebe die Schweiz und ihre Dörfer) des Künstlers Daniel Lanoux dabei sein, das vom Verlag „Art et culture“ in Zusammenarbeit mit dem Verein im Mai erscheinen wird.

 

(Bild: zVg.)