Im Oktober letzen Jahres reisten die beiden Künstler Fabian Florin und Yannis Hadjipanayis nach Tschernobyl um dort Bilder an Wände zu sprayen. Nur schon die Reisen war ein unvergessliches Erlebnis.

Mit 50 Spraydosen im Gepäck machten sich Fabian Florin alias Bane und Yannis Hadjipanayis alias Pest im letzten Jahr auf, in Richtung Tschernobyl. Die beiden Künstler hatten das Ziel in der ukrainischen Geisterstadt ein paar Wände zu verschönern. Bis es aber soweit war, brauchte es viel Geduld. GRHeute Redaktor Jürg Feuerstein hat sich mit Bane über die Reise unterhalten.

Bane und Pest haben während ihrem Aufenthalt nicht nur gesprayt, sondern ihre Kunstwerke auch noch fotografiert. Und unter anderem diese Fotos sind an der Ausstellung in Chur zu sehen, welche am Samstag, 4. März mit einer Vernissage in der «Galerie Loewen» eröffnet wird.

 

«Tschernobyl ist eine verlassene Stadt mitten in der Natur»

«Die Atomkatastrophe von Tschernobyl hat sich eigentlich in Prypjat abgespielt» weiss Fabian Florin, welcher zusammen mit Yannis Hadjipanayis letztes Jahr in die Ukraine gereist ist. «Es ist eine verlassen Stadt mitten in der Natur. Eine Urbane Stadt welche von der Natur zurückerobert wurde. Bäume sind beispielsweise mitten durch Gebäude gewachsen. Diese Eindrücke werden wir nie vergessen» ist sich «Bane» sicher.

Aber auch die Reise in die Ukraine war sehr speziell. «Eigentlich wollten wir ganz unkonventionell nach Kiew fliegen und von dort aus weiterreisen nach Tschernobyl» erzählt Fabian Florin gegenüber GRHeute. «Wir hatten aber ein Problem mit unseren Spraydosen. Diese im Flugzeug zu transportieren wäre sehr teuer geworden. Also sind wir mit dem Zug von Sargans nach Budapest gefahren. Dort hat uns ein Freund abgeholt und auf einer 20-stündigen Autofahrt an die Ukrainische Grenze gebracht. Rückblickend war es für das ganze Projekt richtig cool. So haben wir etwas zu erzählen».

«Bane» und «Pest» zeigen ihre Werke rund um Tschernobyl, ab Samstag, 4. März in einer Ausstellung in der «Galerie Loewen» in Chur.

 

Das komplette Interview hören Sie oben.

 

(Foto: Jürg Feuerstein)