Die rätische Fussball-Nationalmannschaft, die FA Raetia, hat gestern an der Fussball-WM der nicht anerkannten Staaten in Abchasien ihren spielfreien Tag eingezogen. Und doch einiges erlebt, wie uns der Daily Blog der FA Raetia aus Abchasien mitteilt.

Am dritten Tag in Gagra, Abchasien, ziehen wir unseren spielfreien Tag ein. Die fleissigen Organisatoren haben ein Ausflugsprogramm zum berühmten Ritsa-See zusammengestellt. Begleitet werden wir vom Team Somaliland, den Publikumslieblingen des Turniers. Unentwegt wollen sich die Abchasen und auch die so früh in der Tourismussaison noch eher spärlichen russischen Touristen mit den Afrikanern fotografieren lassen.

Doch auch wir schreiben auf viele entgegengestreckte Papiere und sogar Unterarme unsere Unterschriften – oder Pseudonyme, da wir ja aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes inkognito am Turnier anwesend sind.

Beeindruckender als der See ist die Fahrt dort hin durch steile Schluchten entlang eines kristallklaren Flusses, dessen Wasser so sauber ist, dass man es trinken kann. Bergseen haben wir im Bündnerland auch! Als Schweizer sind wir landschaftlich eben verwöhnt. Immer wieder berührend aber ist der liebenswürdige Einsatz der vielen freiwilligen Helfern.

Einer unserer persönlichen Betreuerin heisst Salima, ist 18 Jahre alt und Studentin an der staatlichen Universität von Abchasien. Sie freut sich, dank des Turniers ihre Englischkenntnisse anzuwenden. Auf die Frage, was sie später am liebsten werden will, antwortet sie: «Touristin.» Bis heute ist sie noch nie ausserhalb ihres kleinen Heimatlandes gewesen, das etwa so gross ist wie der Kanton Graubünden.

 

(Bilder: zVg.)