Die neue «Schtulpa» für «uffa» Abonnenten

Wovon Ischgl noch spricht, setzt Brambrüesch bereits um. Die Bergbahnen veröffentlichen ihre vierte Auflage des Jahresabonnements «uffa» für die Kommende Saison. Dazu gehört die Einführung einer neuen «Schtulpa» (oder einfach Bandana) welches als Schutzmaske dient und auch für den öffentlichen Transport zugelassen ist.

«Uffa mit dr Schtulpa… und dr Priis blibt duna»

So heisst die neue Kampagne für die Abos der Brambrüeschbahn. Der Preis bleibt der Gleiche – aber Abonnenten erhalten dieses Jahr besondere «Goodies» dazu. Die Brambrüeschbahn ist die zweite Bergbahn in der Schweiz, die eigene Merchandise-Multifunktionstücher als Schutzmaske an ihre Kunden verteilt. «uffa»-Abonnenten bekommen sie gratis. Insgesamt stehen fünf verschiedene Designs zur Verfügung.

(Die fünf verschiedenen Sujets des Multifunktionstuch «Schtulpa»)

«Wir hoffen, dass die Leute uns dieses Jahr trotz der Krise die Stange halten», sagte Reto Küng, Mitglied des Verwaltungsrates der Bergbahnen Chur-Dreibündenstein und als solcher für die Kommunikation verantwortlich, am Mittwochmorgen vor den Medien in Chur. Mit der Mund- und Nasenbedeckung, die als Corona-Schutz dienen soll, erhofft sich der Vorstand der Bergbahnen, dass die Leute weiterhin auf Brambrüesch Skifahren gehen. «Mit der Schtulpa hält man die Hygieneempfehlungen ein, sie ist praktisch zu nutzen und blicken lassen kann man sich mit ihr auch.»

Ist der «Schtulpa» auch Corona tauglich?

«Das BAG empfiehlt Masken mit dem zertifiziertem TESTEX-Label. Bis heute wurde davon lediglich ein Maskentyp zertifiziert. Im Alltag fährt rund die Hälfte aller ÖV-Nutzer mit diesen Masken. Die andere Hälfte fährt mit Stoffmasken, die nicht zertifiziert sind und somit nicht vom BAG empfohlen sind. In Deutschland und Österreich sind diese Multifunktionstücher offiziell als Coronaschutz zugelassen. Wir kontrollieren bei unseren Bergbahnen, ob die Kunden Nase und Mund bedeckt haben, aber wollen nicht Polizist spielen. Wir kontrollieren nicht, ob es eine zertifizierte Maske ist. Die Qualität des Schutzes können wir genauso wenig beurteilen wie ein Kondukteur in einem Zug», sagte Reto Küng.

In Zukunft noch mehr «uffa» Merchandise?

«Den Wortlaut „uffa“ haben wir neu in einem emblemartigen Stil designt. Der Grund dafür ist, dass wir bereits andere Textilprodukte mit der Marke «uffa» am Testen sind», sagte Reto Küng.

Zweitbestes Geschäftsjahr trotz Corona

Man würde meinen, dass besonders für Bergbahnen der Lockdown im Frühling ein herber Schlag war. Doch die Churer Bergbahnen konnten trotzdem das zweitbeste Geschäftsergebnis in der 60-jährigen Geschichte verzeichnen. Wie geht das? Die Kosten der Bergbahnen wurden durch den Stillstand der Bahnen stark reduziert. Der letzte Juli war ein Rekordjahr: 12’000 Gäste liessen sich auf Brambrüesch befördern – das sind 2000 mehr als im Vorjahr. Zudem wurden noch nie so viele Abos verkauft wie im Jahr 2019/2020. Insgesamt besitzen 5000 Personen 1930 «uffa»-Abos. Besonders stolz sind die Bergbahnen gemäss Reto Küng auf den Anteil des selbst erwirtschafteten Umsatzes, der 67 Prozent des gesamten Umsatzes beträgt. Dies solle dem Vorurteil, dass die Bergbahnen fast nur subventioniert werden, entgegenwirken.

 

(Bild: zVg., GRHeute)