In San Carlo verunfallte ein Mountainbiker in bewaldetem Gebiet. Die Bergungsarbeiten des Mannes gestalteten sich aufgrund des unwegsamen Geländes als schwierig.

Der 49-Jährige befand sich am vergangenen Sonntag um zirka 15.30 Uhr mit seiner Begleiterin in San Carlo auf dem Rückweg von einer Ausfahrt. Die beiden waren abschnittsweise abwechselnd als Biker oder Fussgänger unterwegs. In unwegsamem Gelände unterhalb der Örtlichkeit Motta da Balbalera stürzte der Mann von einem Fussweg gut 40 Meter einen Abhang hinunter, dabei zog sich der Biker mittelschwere Verletzungen zu. Seine Begleiterin befand sich zu dem Zeitpunkt des Sturzes ausser Sichtweite, aber mittels Mobiltelefon schaffte es der Verletzte, sie zu informieren. Sie alarmierte sofort die Rettungskräfte.

Erschwerte Rettungsaktion

Aufgrund der nahen Hochspannungsleitungen war ein Einsatz der Winde vorerst nicht möglich. Die Rega setzte einen Notarzt sowie einen Rettungsspezialisten Helikopter der SAC-Sektion Bernina in der Nähe des Unfallortes ab. Den beiden gelang es, durch den mit Geröll, Gestrüpp und Felsen durchsetzten Hang zum Verletzten vordzuringen und die Erstversorgung vornzuehmen. Gemeinsam mit Angehörigen der SAC-Station Poschiavo schafften sie es schliesslich, den Mann mit einer Patiententrage rund 100 Meter weit zu verlegen. Um 19.30 Uhr konnte die Rega den Verletzten endlich mit einer Windenaktion bergen. Der Mann wurde mit mittelschweren Verletzungen ins Kantonsspital Graubünden nach Chur transportiert.

(Kapo Graubünden, 26.11.2018)