Nino Schurter bleibt das Mass der Dinge im Mountainbike-Crosscountry: Der Bündner setzte sich an der Heim-WM auf der Lenzerheide vor 24’000 Zuschauern durch und holte seinen vierten WM-Triumph in Serie.


Damit gelang Schurter an der Heim-WM die erfolgreiche Titelverteidigung. Insgesamt ist es der 8. WM-Titel für den 32-jährigen Bündner. Zuvor hatte er bereits 2009, 2012, 2013 sowie von 2015 bis 2017 triumphiert, dazu kommt der Mixed-WM-Titel vom Mittwoch.

Schurter ergriff gleich nach dem Start die Initiative und fuhr schnell einen kleinen Vorsprung heraus. In der 2. Runde schaffte der italienische Herausforderer Gerhard Kerschbaumer den Anschluss zum Schweizer. In der 7. von 8 Runden setzte Schurter erneut zum Angriff an – getragen von  frenetischen Fans liess der Bündner Mountainbike-Star Kerschbaumer stehen und konnte sich entscheidend absetzen. Im Ziel wies Schurter einen Vorsprung von 11 Sekunden auf Kerschbaumer auf. «Es ist unglaublich, hier zu gewinnen. Es hatte so viele Fans, es war so laut. Das beste Gefühl, das ich je hatte», so Schurter nach dem Rennen, «aber es war ein hartes Rennen, ich hatte nicht die besten Beine. Ich habe viel gelitten, aber es hat sich gelohnt.»  

Ärgerlich nur, dass SRF das Siegerinterview nach genau 108 Sekunden abklemmte – wegen des unbedeutenden Fussball-Länderspiels der Schweizer Nationalmannschaft gegen Island!

Kein Wunder, war der Ärger bei den Sportfans gross.

Bis zum Abbruch des Interviews erfuhr man immerhin, dass Schurter die Heim-WM als «beste WM bisher überhaupt» bezeichnete – ein schönes Lob für die Macher der Lenzerheide. Die Stimmung mit Tausenden «Nino-Rufen» während des Rennens sei unglaublich gewesen, strahlte er.  

Alle Sportfans, für die Fussball nicht über allem steht, dürfte der erneute Exploit Nino Schurters an der Heim-WM auf jeden Fall noch lange in Erinnerung bleiben. Mal schauen, wer sich im Vergleich dazu in einigen Monaten noch an Schweiz – Island erinnert…  

 

(Bild: Twitter/Screenshot SRF)