Der Dokumentarfilm «Die Affäre Meili» handelt vom grössten Skandal der Nachkriegszeit rund um nachrichtenlose Vermögen auf Schweizer Banken und erschütterte Ende der 90er Jahre die Schweiz in ihren Grundfesten. Der Regisseur Daniel von Aarburg ist heute Abend an der Film-Premiere in Chur. 

Januar 1997: Der junge Wachmann und Familienvater Christoph Meili wird über Nacht zum internationalen Medienstar im Skandal um nachrichtenlose Vermögen auf Schweizer Bankkonten. Meili rettet historisch brisante Bankakten vor dem Shredder und spielt sie jüdischen Organisationen zu. Der Fall Meili entwickelt sich in der Folge zum GAU für die Task Force «Schweiz-Zweiter Weltkrieg» unter Sonderbotschafter Thomas Borer, der den lädierten Ruf der Schweiz in den USA aufpolieren soll. Meili und Borer, zwei Männer mit Karrieren, wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten, ziehen Bilanz über ihr Tun in der grössten aussenpolitischen Krise der Schweiz seit dem Zweiten Weltkrieg und erzählen, welchen Preis sie persönlich für ihren Einsatz bezahlt haben. Ergänzt werden die Erinnerungen von Meili und Borer durch Einschätzungen und Analysen weiterer wichtiger Akteure von damals wie etwa alt-Bundesrätin Ruth Dreifuss oder dem damaligen Nationalrat Christoph Blocher. Ebenfalls erstmals ausführlich zu Wort kommen die amerikanischen «Ankläger» der Schweiz vor 20 Jahren wie Ex-Senator Alfonse D’Amato und Unterstaatssekretär Stuart Eizenstat. Die Krise wurde am 13. August 1998 mit der Zahlung von 1,25 Milliarden USDollar ad acta gelegt.

Im Kinocenter Chur kommt es heute Abend um 18.30 Uhr zur Ausstrahlung der deutsch untertitelten Originalversion in Anwesenheit des Regisseurs Daniel von Aarburg.

 

(Bild: zVg.)