Nach der Nullnummer vom letzten Wochenende gegen Bern und Zug braucht der HC Davos dieses Weekend dringend Punkte: Heute Freitag in Lugano und morgen in der Vaillant Arena gegen Fribourg muss für die Del-Curto-Cracks endlich wieder Zählbares hin.

Vergessen wir mal das Cup-Spiel von dieser Woche bei den GCK Lions. Dann zeigt ein Blick auf die Statistik, das der HCD inklusive Champions Hockey League tatsächlich 7 der letzten 10 Ernstkämpfe verloren hat – wahrlich eine Seltenheit in der Ära del Curto. Der Engadiner selbst kann vom momentanen Tief ein Liedchen singen. Im Cup-Spiel in Küsnacht wurde er von einem Puck am Hinterkopf getroffen und kam nur mit Glück um mehr als einen Brummschädel herum. Das Kopfzerbrechen mildern könnte seine Mannschaft dieses Wochenende: Nachdem die Bündner weiterhin unter dem Strich klassiert sind, müssen nun endlich wieder Punkte her.

Im Cup nach Genf

«Ein schlechtes Startdrittel in Bern und die grosse Abschlussschwäche gegen Zug haben dazu geführt, dass der HCD in der Meisterschaft am vergangenen Wochenende völlig leer ausging», schreibt die Medienabteilung der Davoser und verweist auf das 3:1 im Cup gegen die GCK Lions und die Tatsache, erstmals seit der Wiedereinführung des Schweizer Cups in den Viertelfinals zu stehen. Dort muss der HCD übrigens am 12. November nach Genf reisen, eine grässlich lange Reise für ein «ziemlich überflüssiges Cupspiel».

 

«Es wäre ein Super-Match gewesen»

«Vorne machten wir die Tore nicht, sonst wäre es ein Super-Match gewesen», hatte Mauro Jörg noch am Samstag nach der 0:1-Heimniederlage gegen Zug ernüchternd festgestellt. Auch am Dienstag gegen das Farmteam der ZSC Lions fiel dem HCD das Toreschiessen nicht gerade leicht. Trotzdem sei dieses Spiel ein «erster Schritt zurück in die Normalität» gewesen. «Momentan fällt der Puck nicht ins gegnerische Tor», so Jörg. Er glaubt, dass die Davoser zurzeit im der Offensive «zu viel versuchen und zu viel wollen, statt die Scheibe auf einfache Art aufs Tor zu bringen». In den beiden Spielen am Freitag in Lugano und gegen Fribourg am Samstag zu Hause wollen die Davoser Profis dies nun umsetzen.

Tickets zum Spiel vom Samstag gibt es hier.

 

Jan und Reto von Arx werden verewigt

Die Trikots der Brüder Reto und Jan von Arx werden am Samstag unters Hallendach gehängt und ihre Nummern 83 und 78 nicht mehr vergeben. Nach der aus Spielersicht unfreiwilligen Nicht-Verlängerung scheinen die Wogen immer noch nicht geglättet zu sein und die Trikots werden ohne Zeremonie unter dem Dach gehängt, da die beiden Emmentaler, die so lange für den Club spielten und Meistertitel sammelten, nicht anwesend sein können. «Wir machen keine Zeremonie, wenn die beiden Spieler nicht dabei sind», wird der HCD-Präsident Gaudenz Domenig auf von HCD-Journalist Kristian Kapp zitiert, «Reto fand keine Zeit. Und Jan können wir nicht zwingen, auch wenn er bei uns angestellt ist.»

 

 

(Bild: EQ Images/Christian Merz)