Anlässlich des Sessionsrapports mit Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher haben die Davoser SVP-Landratskandidaten die Gelegenheit genutzt, sich einem breiten Publikum vorzustellen. Dabei fielen klare Worte.

Die bisherigen Landräte, Hans Bernhard aus Davos Wiesen als Dienstältester, Cyrill Ackermann als Tourismusvertreter und Kevin Dieth als politisch aktiver Jungunternehmer möchten ihre bisherige politische Arbeit fortsetzen. Gerade in Anbetracht der heutigen schwierigen  touristischen und wirtschaftlichen Situation beurteilen sie es als enorm wichtig, dass direkt betroffene Unternehmer ihre Erfahrungen in die Politik einbringen können, um so an praxisorientierten Lösungen zu arbeiten. Neu bewirbt sich mit dem Davoser Transport-Unternehmer Conrad Stiffler der HGV-Präsident, der den Davoser KMUs eine Stimme im Grossen Landrat sichern möchte.

Keine Zeit mehr für Parteigeplänkel

In ihrem Kurzreferat forderte die einzige weibliche Kandidatin für den Kleinen Landrat, Valérie Favre Accola, den unabdingbaren bürgerlichen Schulterschluss, um Arbeits- und Ausbildungsplätze in Davos zu sichern. Im Konsens sei es durchaus möglich, das Ruder herumzureissen und den Weg ins Jammertal zu vermeiden. Es sei, so führte Valérie Favre Accola in ihrem Referat weiter aus, enorm wichtig, dass die SVP und damit die zweitgrösste Fraktion nach rund 16 Jahren wieder im Kleinen Landrat vertreten sei. Mit dem Klosterser SVP-Nationalrat Heinz Brand und der Nationalrätin  Magdalena Martulloch-Blocher habe die SVP einen direkten Draht nach Bern und zwar in die grösste Fraktion des Parlaments.

Ausserdem hätten sie auch einen direkten Draht in die Wirtschaft und in wichtige Partnerkantone wie Zürich. Diesen Umstand solle Davos für sich nutzen, unter anderem mit gemeinsamen Projekten wie einer Kandidatur für Olympische Winterspiele in Graubünden und Zürich 2026. Schliesslich dürfe man nicht vergessen, dass Zürich nicht nur ein naher währungsunabhängiger Tourismusmarkt für Davos sei, sondern auch ein starker Wirtschaftspartner.

Acht Jahre rein männliches Gremium

Es sei nicht per se schlecht, dass der Kleine Landrat seit acht Jahren ein rein männliches Gremium sei. Dennoch sollten das Parlament und die Regierung  die Interessen der Bevölkerung vielfältig vertreten, entsprechend sei es durchaus sinnvoll, dass Frauen auch im Kleinen Landrat vertreten seien. Valérie Favre Accola betonte, dass sie es gewohnt sei, in einem Team beharrlich auf ein Ziel hin zu arbeiten, Brücken zu bauen und vernetzt zu denken. Sie artikuliere ihre Positionen zwar klar, habe aber stets ein offenes Ohr für Andersdenkende und verfolge konstruktive Lösungen.

 

(Bild: zVg.)