Die erste Elektro-Akkulokomotive der Rhätischen Bahn wurde dem Betrieb in Chur übergeben. Mit den neuen Fahrzeugen werden Lärmemissionen deutlich und Abgasemissionen vollständig reduziert.

Die neuen elektrischen Rangierlokomotiven werden primär unter Fahrleitung verkehren. Sie verfügen über eine Traktionsbatterie, mit welcher die Lokomotiven auch in nicht-elektrifizierten Gleisen betrieben werden können. Lithium-Ionen-Batterien sind mittlerweile so weit entwickelt, dass sie auch für Rangierfahrzeuge auf der Schiene eine angemessene Alternative zu den bisherigen Diesellokomotiven darstellen. Die neuen Fahrzeuge sind den alten Rangierlokomotiven betreffend Wirtschaftlichkeit, Umweltbelastung, Störungsanfälligkeit sowie Lärm- und Abgasemissionen überlegen schreibt die RhB in der Mitteilung. Die RhB beschafft bei Stadler für insgesamt 21,5 Millionen Schweizer Franken sieben neue Rangierlokomotiven Geaf 2/2 20601 – 20607.

«Wichtige Pfeiler der Strategie 2030 der RhB sind die Modernisierung des Rollmaterials sowie die Förderung von Nachhaltigkeit. Es freut mich deshalb sehr, dass wir heute die erste von sieben sauberen Rangierlokomotiven in Betrieb nehmen können», so Direktor Renato Fasciati anlässlich der Betriebsübergabe der Geaf 2/2 20601 an das Rangierteam Chur.

 

Die Beschaffung findet in Zusammenarbeit mit der Matterhorn Gotthard Bahn (MGBahn) statt, die ebenfalls zwei neue Lokomotiven dieses Typs beschafft hat. Die Lokomotiven werden im Verlaufe dieses Jahres an den Bahnhöfen Landquart, Untervaz-Trimmis, Chur, Ilanz, Thusis, Davos Platz und Zernez dem Betrieb übergeben. Im Gegenzug können elf alte, zunehmend stör- und wartungsanfällige, Rangierfahrzeuge ausgemustert werden.

(Bild: zVg)