Im Rahmen des Projekts «GEHsund – Städtevergleich Fussverkehr» wurde die Fussgängerfreundlichkeit in 16 Schweizer Städten untersucht. Chur schneidet bei der Bevölkerungsumfrage zur Zufriedenheit der Fussgänger*innen schweizweit am besten ab.

Das Projekt «GEHsund – Städtevergleich Fussverkehr» hat die Infrastruktur, die Planungspraxis der 16 beteiligten Städte und die Zufriedenheit der Bevölkerung untersucht. Die vorgefundenen Wege, Übergänge und Plätze, sprich der öffentliche Raum, geniessen bei den Churerinnen und Churern offensichtlich eine hohe Akzeptanz, schneidet doch Chur bei der Zufriedenheit der Be- völkerung mit der lokalen Fussverkehrssituation schweizweit am besten ab. Der Stadt Chur wurde dafür die «goldene Schuhbürste» überreicht. Diese symbolisiert, dass die Stadt zwar gut abgeschnitten hat, aber weiter an der Fussgängerfreundlichkeit polieren muss, um zu brillieren. 

Stärken: Zufriedenheit der Bevölkerung

  • Hohe Zufriedenheit mit dem Fusswegnetz und der Fussverkehrsinfrastruktur
  • Wartezeiten bei Querungen mit LSA sind zufriedenstellend. Die Strasse kann bei Grün stressfrei gequert werden.
  • Haltestellen sind direkt und ohne Wartezeiten erreichbar.
  • Fusswege sind überdurchschnittlich ruhig und bieten ausreichend Platz.
  • Bei Querungen mit oder ohne Fussgängerstreifen wird oft der Vortritt ge- währt. In Chur hat es kaum komplizierte Kreuzungen mit LSA.
  • In den letzten 5 Jahren wurden verschiedene Verbesserungen wahrgenom- men.

Schwächen: Bevölkerung ist unzufrieden und sieht Handlungsbedarf

  • Buschauffeure werden nicht so rücksichtsvoll empfunden.
  • Velos fahren nicht nur da, wo es erlaubt ist.
  • Eine Verbesserung des Winterdienstes wäre notwendig.

(Bild: Stadt Chur, Grafik: Fussverkehr.ch)