Vor 20 Jahren eröffnete die Rhätischen Bahn den Vereinatunnel. Die Verbindung vom Prättigau ins Engadin ist gut ausgelastet. Dies fordert aber auch seinen Preis. In nächster Zeit muss die RhB etliche Investitionen tätigen.

Die RhB schaut sehr positiv auf die 20 Jahre Vereinatunnel zurück: «Ging man bei der Planung des Vereinatunnels beim Autoverlad von einem jährlichen Transportvolumen von rund 400’000 Fahrzeugen aus, zeichnet sich für das Jahr 2019 das Erreichen von 500‘000 transportierten Fahrzeugen ab.» Bald soll der Halbstundentakt ins Oberengadin geschaffen werden.

Investitionen in Sicherheit

Die RhB investierte in den letzten Jahren immer wieder in die Sicherheit des Tunnels. So wurde zum Beispiel 2017 an beiden Seiten des Tunnels Thermoportale installiert. Dort werden sämtliche zu verladenden Fahrzeuge mit einer Wärmekamera gescannt. Damit soll verhindert werden, dass Fahrzeuge mit grosser Wärmestrahlung resp. Überhitzung in den Tunnel gelangen. Auch wurde der mobile Empfang im Tunnel verbessert.

Grosse Investitionen stehen an

Rollmaterial und Gleisanlagen müssen wegen der hohen Beanspruchung und wegen Schnee und Salz im Tunnel erneuert oder ersetzt werden. Dies ist laut RhB für nächstes Jahr geplant. «Im Rahmen des Angebotskonzeptes Retica 30 verkehren ab Dezember 2022 zweimal stündlich je Richtung die neuen Capricorn-Triebzüge durch den Vereinatunnel», schreibt die RhB in der Mitteilung. Dazu muss eine neue Lok und neue Auffahrwagen für Lastwagen beschaffen werden und die Verladerampe in Sagliains muss Verlängert werden.

«Um im Störungs- oder gar Krisenfall besser reagieren zu können, wird die RhB neue Rettungs- und Löschzüge beschaffen. Ziel ist es, mit den neuen Fahrzeugen rascher und effizienter zum Ereignisort zu gelangen und die Feuerwehren mit optimalen Hilfsmitteln auszurüsten», heisst es in der Mitteilung. Dies ist für Ende 2021 vorgesehen.

Die Investitionen in Rollmaterial und Infrastruktur sollen sichergestellen, dass der Vereinatunnel seine Aufgabe erfüllt und eine sichere und komfortable Durchfahrt gewährleistet werden kann.

 

(Bild: swiss-image.ch/Photo Andy Mettler)