Das Kantonsspital Graubünden ist auf Kurs. Der Neubau ist kostenmässig im Griff, das Jahresergebnis mit einem Minus von 8,6 Prozent leicht gesunken, aber zu erklären, und die Patientenzahl ist in allen Bereichen gestiegen.

Die Zahlen, die ein Spital auf der Rechnung ausmachen, sind schnell gesagt: 17’643 Patienten liessen sich 2018 im Kantonsspital Graubünden stationär behandeln; das entspricht einer Steigerung von 1,0 Prozent. Bei den ambulanten Fällen stieg die Zahl der Fälle um 1,6 Prozent auf 76’767 im letzten Jahr. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 5,5 Tage, ein Minus von 0,1 Prozent gegenüber 2018.

«No news are good news», sagte Stiftungsratspräsident Martin Schmid an der Medienkonferenz vom Dienstag im Kantonsspital Graubünden in Chur. «Die Demographie prägt unsere Gesellschaft, und diese Herausforderung prägt auch das Kantonsspital Graubünden.» Ebenfalls eine Herausforderung ist das «System Berset» – die gesunkenen Tarife für stationäre Behandlungen, die sich dann wie oben erwähnt im Betriebsergebnis niederschlagen. «Dem müssen wir uns stellen», sagte Martin Schmid.

Mia, Luca und Elia

Der weitaus interessantere Teil des Jahresberichts sind ganz andere Zahlen. So hat sind im Kantonsspital letztes Jahr 884 Helikopter gelandet – knapp 2,5 pro Tag. 289’591 Arzneimittel-Packungen sind verwendet worden. Im Operationssaal wurden 980 Kilometer Hautfaden und 44’354 Blutröhrchen verwendet.

6018 Unfallpatienten wurden behandelt; 900 davon waren Ski- und Snowboard-Unfälle. 70 Davon waren Kollisionsopfer. Insgesamt leistete die Rettung Chur 4323 Einsätze und legte dabei 115’329 Kilometer zurück.

In der Geburtsabteilung kamen letztes Jahr 1105 Babys  zur Welt. Die meisten von ihnen hiessen Mia, Luca und Elia. Das leichteste von ihnen war 500 Gramm, das schwerste 4,700 Gramm.

In den Cafeterias schenkte das Personal 303’000 Kaffees aus und verkaufte 16’593 Glaces, 95’140 Sandwiches und 146’954 Backwaren. Bearbeitet wurden 208’800 Zahlungsbelege.

Umzug am 16. April 2020

Ebenfalls ein grosses Thema an der Jahresmedienkonferenz war die Fertigstellung des Neubaus. «Es ist auf sicherem Weg», sagte Arnold Bachmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung. Der Kostenveranschlag von 340 Millionen Franken wurde bisher nicht überschritten. «Wir haben die Kosten im Griff», sage Arnold Bachmann.

Der Neubau «Haus H» soll am 16. April nächsten Jahres bezogen werden. «Sie können sich gar nicht vorstellen, wie viele Auswirkungen das beispielsweise auf die Signalethik hat. Das allein kostet eine knappe halbe Million Franken», sagte Arnold Bachmann. Schon nur dass aus dem jetzigen Erdgeschoss im Neubau die fünfte Ebene werde, erfordere ein Meisterstück an richtiger Beschriftung. «Oder der Haupteingang, der dann an der Loëstrasse sein wird.»

Die Kinderklinik wird noch dieses Jahr in Betrieb genommen. Bis zur definitiven Eröffnung sind noch ein paar Events geplant: So soll an den Wochenenden vom 28./29. März und am 4./5. April 2020 das Spital nochmals für die Öffentlichkeit zur Besichtigung geöffnet werden.

(Bilder: GRHeute)