Die Regierung hat sich zu einer Vernehmlassungsvorlage des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation geäussert. Sie begrüsst die vorgeschlagenen Änderungen in der Postverordnung, mit der der Bundesrat die Erreichbarkeit von Poststellen und Agenturen der Schweizerischen Post verbessern will.

Regionale Bedürfnisse und Gegebenheiten sollen bei der Grundversorgung mit Post- und Zahlungsverkehrsdiensten vermehrt berücksichtigt werden, sieht dieVernehmlassungsvorlage des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation. Zudem soll die Kommunikation zwischen der Schweizerischen Post und den Kantonen sowie den Gemeinden intensiviert werden. Die Verordnungsanpassungen sollen dazu beitragen, dass Wirtschaft und Bevölkerung auch in Zukunft mit ausgezeichneten Post- und Zahlungsdienstleistungen versorgt werden.

Die Bündner Regierung beurteilt die vorgeschlagenen Änderungen des Bundes als substanzielle Verbesserung gegenüber der heutigen Situation. Sie begrüsst insbesondere die Regionalisierung der Erreichbarkeitskriterien auf Ebene Kanton. Dies stellt einen zweckmässigen Ansatz dar, um bestehende regionale Unterschiede in der Versorgungsqualität zu verringern und die Unterversorgung in den Berggebieten und ländlichen Räumen abzubauen.

In ihrer Stellungnahme macht die Regierung aber auch auf weiterführende Anliegen des Kantons Graubünden aufmerksam. Im Sinne eines umfassenden postalischen Grundversorgungsangebots fordert sie, dass Agenturen einen vollwertigen Ersatz für Poststellen bieten. Die Regierung erwartet, dass dieser Grundsatz im Hinblick auf die Möglichkeit von Bareinzahlungen in Agenturen umgesetzt wird. Insbesondere für KMU stellt die Möglichkeit des Barzahlungsverkehrs eine wichtige Dienstleistung dar. In Gemeinden mit Agenturen bietet die Post seit 2017 den Zahlungsverkehr als Hausservice an. Diese Dienstleistung steht den Privatkunden, nicht aber den Geschäftskunden zur Verfügung. Dabei stellt die Verfügbarkeit einer solchen Dienstleistung für KMU und andere Geschäftskunden in Regionen ohne Poststellen einen wichtigen Standortfaktor dar. Die Regierung fordert die Post deshalb auf, Lösungsansätze zu präsentieren, wie diese Dienstleistung künftig im Sinne der Grundversorgung in allen Regionen erbracht werden kann.

 

(Quelle: Standeskanzlei Graubünden, Symbolbild Post Sta. Maria/Archiv GRHeute)