Was tun, wenn eine Lawine den Weg zur Alp verschüttet hat und im Frühling nur das Geröll übrig bleibt? Eine Bauernfamilie im Dischma sucht nun helfende Hände.

«Es ist einfach zuviel», sagt Sibylle Bundy-Eggimann, Bäuerin auf einem Gemeinschaftshof im Davoser Dischmatal. «Wir sind jeden Frühling damit beschäftigt, das Geröll von den Wiesen und dem Weg zur Alp zu entfernen.» Hilfe von der Gemeinde bekommen die Bundys keine; «hier muss jeder selbst schauen, wie er es wegbringt». Und auch der Zivilschutz und das Militär haben abgesagt.

Die Lawine kam während des Wefs runter und liess den Weg zur Alp der Bundys unter einer fünf Meter dicken Schneeschicht zurück. Noch ist nicht alles geschmolzen – zuviel Schnee ist diesen Winter gefallen und zu gross ist der Haufen an Material, den sie mitgenommen hat. Für die Bundys und die anderen betroffenen Bauern zuviel, um es selbst zu stemmen.

Deshalb hat Sibylle Bundy-Eggimann einen Hilferuf gestartet. «Wir suchen dringend Freiwillige, die uns beim Aufräumen. Schulklassen, Vereine, Familien…. Menschen, denen die die Natur und die Bauern am Herzen liegen», schrieb die Bäuerin auf Facebook. Und bereits haben sich einige gemeldet, einer will sogar mit dem Weidemann, einer Art Gabelstapler, kommen. «Ich hoffe, dass sie dann auch wirklich kommen. Wir können jede Hilfe gebrauchen», sagt Sibylle Bundy-Eggimann.

Das gilt noch immer – wer in den nächsten Tagen Zeit hat, den Bauern im Dischmatal bei der Räumung zu helfen, kann sich bei uns auf Facebook melden. Wir geben dann die Nummer, an die man sich wenden kann, per PN weiter.

(Bilder: zVg)