Rund 1400 Spiele haben sie gemeinsam beim HC Davos gespielt und dabei sechs Meistertitel gewonnen. Auch nach dem Karriereende in diesem Frühling gehts für die beiden Brüder erfolgreich weiter.

Vor einigen Wochen gewann der Prättigauer Unternehmer Ueli Stiffler mit seiner Firma Skinrock AG den Preis als Bündner Jungunternehmer 2015. Sport-Interessierten fiel auf, dass auch die Davoser Eishockey-Legende Reto von Arx im Zuschauerraum sass und die spannende Entscheidung mitverfolgte. Dies nicht ohne Grund, wie Ueli Stiffler in seiner Präsentation ausführte: «Wir sind schon lange eng mit den Gebrüdern von Arx befreundet, und so kam es bei Skinrock zur Zusammenarbeit.»

Operativ sind die beiden Emmental-Davoser zwar nicht tätig, als Teilhaber an der Aktiengesellschaft dürfen sie sich aber natürlich auch über den prestigeträchtigen  Jungunternehmer-Award freuen. Zumal der Firma Skinrock, die in einem neuen Verfahren in Indien hauchdünnen Naturstein produziert und verarbeitet, ein grosses Potenzial nachgesagt wird. «Das hat mir grosse Freude bereitet», so Reto von Arx gegenüber GRHeute. An die grosse Glocke hängen will er seine Person bei Skinrock aber nicht: «Es sind viele mit sehr grossem Einsatz dabei. Und schlussendlich ist es auch etwas fernab vom Hockey. Das Produkt soll im Vordergrund stehen.»

Auch Josef Marha ist an Bord

Übrigens: Nicht nur die beiden von-Arx-Brüder sind an Skinrock beteiligt, auch der ehemalige HCD-Tscheche Josef Marha ist an vorderster Front dabei. Der Ex-Davoser betreibt in Tschechien das europäische Verteillager für Skinrock und amtet als Generalimporteur für Tschechien, Polen und die Slowa­kei.

Der Entscheid, auf den hauchdünnen Naturstein – der sich neben Wandverkleidungen genau so gut für Tischsets, Lampen oder sogar Handyhüllen eignet – zu setzen, fällte Stiffler an einer Steinmesse in Indien, als er das Material zum ersten Mal sah. «Ich war von Anfang an zu 100% vom Potenzial des Quarzit-Schiefergesteins überzeugt», so Stiffler. Seit 2013 entwickeln die Skinrocker ihre Firma und verkaufen mittlerweile auch nach Australien, Pakistan, China und Indien.

A propos Indien: Dass der Stein dort abgebaut wird, hat einen einfachen Grund. Rund 80 Prozent des benötigten weltweiten Quarzit­-Schiefer­-Gemischs ist nur dort zu finden. Das Team vor Ort besteht mittlerweile bereits aus 25 Angestellten. Zurzeit laufen gemäss Stiffler Abklärungen, ob und unter welchen Bedingungen auch der Bündner Schiefer für das neue Verfahren genutzt werden kann.

Vorteil Globalisierung

Über konkrete Zahlen will Skinrock noch nicht sprechen. Das Produkt tönt auf jeden Fall nach einem echten Erfolgsrezept. Und macht sich die Globalisierung zu nutzen: Produktion im asiatischen Raum, Lager in Osteuropa, Logistik und Geschäftsleitung in Saas – eine spannende Kombination.

Wovon auch die Gebrüder von Arx profitieren dürften. Zwar ist der Umfang des Investments der Ex-Hockey-Stars nicht bekannt, der Sprung vom erfolgreichen Hockeyspieler auf Eis zu erfolgreichen Investoren in Naturstein scheint den beiden aber zu gelingen.

(Bild: Jakob Menolfi/EQ Images)