Keine Chance für den Saisonstart der Bündner Radsportler: Realistisch war die Absage ja bereits länger abzusehen, aber aufgrund schlanker Organisationsstrukturen und der Teilnehmerstruktur mit nahezu ausschliesslich Schweizer Fahrerinnen und Fahrer hatten die Verantwortlichen bis zuletzt gezögert. Nun musste auch das Bergrennen Ruinaulta-Ilanz-Vals vom 3. Mai abgesagt werden.

«Man will die Hoffnung auf eine Besserung der Lage ja nicht aufgeben – und Anpassungen im Rennablauf wären ja auch noch möglich gewesen», so Judith Huonder, Präsidentin des Organisationsteams. Mit Blick auf die aktuelle Situation und die Entscheidungen des Bundesrats von Donnerstag steht jedoch fest: Am 3. Mai wird es kein Radrennen Ruinaulta-Ilanz-Vals geben.

«Wir werden die Lage aber weiter beobachten», sagt Huonder. Als Termin für das kommende Jahr steht der 2. Mai bereits fest. «Bereits in die Vorbereitung geflossene Kosten hoffen wir, tragen zu können», so Huonder. Anmeldungen für das Rennen werden damit zunächst zu 100 Prozent auf das kommende Jahr übertragen. Das wäre dann der dritte Anlauf für eine neue Austragung des Rennens auf der Strecke von Bonaduz bis Vals. Im Vorjahr musste das Rennen wegen Schnee kurzfristig abgesagt werden.

Die Austragung der nächsten grossen Radrennen in Graubünden ist ebenfalls fraglich. Für den Engadin Radmarathon, der am 5. Juli geplant ist, wird noch für diesen Monat eine Entscheidung erwartet. Das Gleiche gilt für die Alpen Challenge Lenzerheide, die schon am 14. Juni starten sollte. «Die Wahrscheinlichkeit, dass das Rennen selbst in reduzierter Form stattfinden kann, ist gering. Wir werden ebenfalls kurzfristig eine Entscheidung treffen», sagt OK-Chef Stefan Schwenke.

Weitere Informationen und frühere Ergebnisse zum Rennen Ruinaulta-Ilanz-Vals gibt‘s unter www.ilanz-vals.ch.

 

(Bild: zVg./Ilanz/Vals)