Unterschiedliche Gemütslage bei den Bündner Teams an den Unihockey-Cupfinals in Bern: Alligator Malans verlor gegen Zug mit 5:6 nach Verlängerung, Piranha Chur feierte dafür mit einem 7:3 gegen die Kloten-Dietlikon Jets den Cupsieg.

Der Cupfinal der Frauen zwischen Piranha Chur und den Kloten-Dietlikon Jets am Nachmittag war letztlich eine klare Sache. Den Bündnerinnen gelangen im Schlussdrittel fünf Tore, nachdem sich die beiden Teams zuvor ein Duell auf Augenhöhe geliefert hatten. Piranha Chur revanchierte sich damit erfolgreich für die schmerzhafte Cupfinal-Niederlage gegen die Jets des Vorjahres.

Wie im Vorjahr hatte Chur gegen die Jets mit 2:0 geführt. Katrin Zwinggi (16./19.) hatte die Bündnerinnen mit einem Doppelpack im Startdrittel in Front geschossen. Anders als 2019 – damals unterlag man nach 2:0-Führung noch mit 2:4 – liess sich Chur diesmal die Butter aber nicht mehr vom Brot nehmen. Zwar gelang den Jets zu Beginn des Schlussdrittels der Ausgleich, die Reaktion von Piranha fiel aber vehement aus. Seraina Ulber (48.) und Anja Dellagiovanna (50.) stellten innert zwei Minuten auf 4:2 und sorgten damit für die Vorentscheidung. Chiara Gredig, Zwinggi mit ihrem 3. Treffer des Nachmittags und erneut Dellagiovanna entschieden die Partie mit den Toren zum 7:3-Schlussresultat endgültig.

Zug United Malanser Angstgegner

In der laufenden Meisterschaft verlor der UHC Alligator Malans gegen Zug zweimal in der Verlängerung mit 6:5. Auch im Cupfinal 2020 wiederholte sich dieses Lied. Die Zuger fanden schneller ins Spiel und erspielten sich häufig nach Fehlern der Malanser gute Torchancen. Alligator seinerseits bekundete Mühe mit dem körperbetonten Spiel der Zuger und geriet bis zur 40. Spielminute mit 2:4 in Rückstand. Kevin Nylund gelang im Schlussabschnitt der Anschlusstreffer – und Alligator setzte nach. In der 52. Minute verlor Tim Mock den Ball hinter dem eigenen Tor, Jarrko Nurmela reagierte am schnellsten, passte auf Joshua Schnell und dieser erzielt das verdiente 4:4.

Dann überschlugen sich die Ereignisse. Emil Julkunen brachte mit seinem dritten Tor seine Farben wieder in Front, Josua Schnell erzielte erneut den Ausgleich und in der 56. Minute traf Oscar Eriksson-Elfsberg nur den Pfosten und nur wenige Sekunden vor Schluss hatte Dan Hartmann gar den Cup-Sieg auf dem Stock. Es sollte nicht sein. In der Verlängerung gelang eben diesem, mit Druckverband spielenden Alexander Larsson das entscheidende Tor zum ersten Cup-Sieg für die Zuger.

 

(Bild: Erwin Keller)