Die Bündner Regierung hat das Projekt «Frühwarnsystem ARA Brusio» der Gemeinde Brusio genehmigt und zudem einen Kantonsbeitrag von maximal 75200 Franken für die Umsetzung gesprochen.

Das Frühwarnsystem ist eine Massnahme zur Reduktion der Gefahrensituation. Angezeigt wurde diese in der Nacht vom 4. auf den 5. April 2019 durch einen Blockschlag mit einem Volumen von rund drei Kubikmetern hinter der ARA Brusio.

Bei der Erstbeurteilung stellte die Gemeinde nahe der Abbruchstelle eine stark aufgelockerte Felsmasse mit einem Gesamtvolumen von etwa 1000 bis 1500 Kubikmetern fest. Kurz- bis mittelfristig drohen einzelne Blöcke loszubrechen. Ein Gesamtabsturz der Felsmasse ist ebenfalls möglich. Im April 2019 wurden fünf Messgeräte, sogenannte Extensometer, über offene Spalten installiert, um Informationen über allfällige Bewegungen zu erhalten.

Mit der Genehmigung dieses Projekts wird diese kurzfristig eingerichtete Anlage auf Langzeitbetrieb umgerüstet, bis eine definitive Lösung gefunden und realisiert werden kann. Als Projektabschluss ist das Jahr 2024 vorgesehen.

 

(Bild: zVg.)