Wenn die Nacht über das Engadin hereinbricht, ist der Zeitpunkt gekommen, an dem auf den Pisten die Motoren gestartet werden und unsere Helden der Nacht mir ihrer Arbeit beginnen.

 

Wir wissen, dass die Qualität der Pisten sehr von der Arbeit der Pistenbully-Fahrer abhängt. Aber was machen sie eigentlich vor der täglichen Eröffnung der Anlagen?

 

Die Aufgabe der Pistenbullys ist es, alle Rinnen und Löcher in den Pisten, die von Skifahrern tagsüber geschaffen werden, wieder auszuebnen. Die Anwendung des Snowsatsystems ermöglicht es dank der GPS-Vermessung des Gebiets, den Schnee gezielt gleichmässig auf den Pisten zu verteilen.

 

Die optimale Präparation der Pisten dauert etwa 5 bis 7 Stunden pro Tag. Je nach Wetter gestaltet sich die Pistenpräparation mehr oder weniger schwierig. Bei genügend Schnee und kalten Temperaturen können die Pisten wunschgemäss präpariert werden. Wird es aber wärmer oder fällt gar Regen, wird es oft schwierig und die Pisten werden auch mit grösstem Einsatz nicht perfekt. Dies ist für die Maschinisten genauso frustrierend wie für die Gäste. Wenn die Pisten einmal nicht in gewohnt hervorragendem Zustand sind, liegt es bestimmt nicht am Willen oder Können der Maschinisten, sondern daran, dass bei schwierigen Witterungsverhältnissen einfach nicht mehr möglich ist.

 

Bei gutem Wetter wird mit der Pistenpräparation jeweils kurz nach der letzten Pistenkontrolle begonnen. Gegen 2 Uhr morgens ist die Arbeit meist erledigt. Fällt jedoch Neuschnee, werden die Pisten erst in der zweiten Nachthälfte hergerichtet, damit Skifahrer und Snowboarder am Morgen trotz Schneefall eine möglichst gut präparierte Piste antreffen. Bei den Pistenbullyfahrern sind regelmässige Arbeitszeiten die Ausnahme. Diese gibt es lediglich, wenn der erste Schnee fällt und das Gebiet noch geschlossen ist. Dann arbeiten die Pistenbullyfahrer tagsüber. Sie fahren am Morgen hoch, verstossen den Schnee und sind am Abend wieder im Tal. Sobald das Gebiet offen ist, muss das Präparationsteam sehr flexibel sein und seine Arbeits- und Schlafzeiten nach dem Wetterbericht richten.

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und mit unseren Helden der Nacht der Engadin St. Moritz Mountains AG eine Fahrt im Pistenbully unternehmen möchte, kann sich gerne bei mir melden – ein einmaliges Erlebnis ist garantiert!

 

Die Tourismus-Total-Expertenrunde von GRHeute berichtet einmal wöchentlich über aktuelle Tourismusthemen für Graubünden.Heute für Sie unverblümt und direkt von der Front: Michael Kirchner, Engadin St. Moritz Mountain AG.

(Bild: Pixabay/GRHeute)