Graubünden erhält mehr Geld aus dem Finanzausgleich

Die Eidgenössische Finanzverwaltung hat die Ausgleichszahlungen der Kantone für das Jahr 2020 ermittelt. Insgesamt steigen die Zahlungen gegenüber dem Vorjahr um 61 Millionen auf knapp 5.3 Milliarden Franken an. Der Kanton Graubünden erhält 2020 etwas mehr als 273 Millionen Franken, knapp 3 Millionen Franken mehr als 2019.

Der Ressourcenausgleich ist das wichtigste Gefäss des Finanzausgleichs. Er hat zum Ziel, ressourcenschwache Kantone solidarisch mit genügend Mitteln auszustatten. 2020 nehmen die Ausgleichszahlungen an die ressourcenschwachen Kantone um 1.7 Prozent auf insgesamt 1,7 Milliarden Franken zu.

In 10 Kantonen hat sich die Lage, die sich im Ressourcenindex widerspiegelt, verbessert. In 16 Kantonen, auch in Graubünden, ist der Index gesunken. Am meisten zahlt wie üblich der Kanton Zürich mit rund 517 Millionen Franken in den Ausgleich. Dahinter folgen Zug mit rund 330 Millionen und Genf mit 275 Millionen Franken. Der grösste Nehmerkanton bleibt Bern, er erhält 1,1 Milliarden Franken, fast 86 Millionen mehr als 2019. Auch St. Gallen erhält mit knapp 440 Millionen Franken über 28 Millionen Franken mehr als noch 2019. 

1’336 Franken pro Einwohnerin und Einwohner

Der Kanton Graubünden erhält 2020 insgesamt etwas mehr als 273 Millionen Franken, knapp 3 Millionen Franken mehr als noch 2019. Dies bedeutet einen Beitrag von 1’336 pro Einwohnerin und Einwohner. Im Ressourcenindex ist Graubünden um 0,4 auf 82.9 Punkte gesunken. Damit liegt Graubünden im schweizweiten Vergleich an 15. Stelle, ex-aecquo mit Neuenburg. Im kantonalen Vergleich erhält Graubünden insgesamt am siebtmeisten Mittel an Finanzausgleichszahlungen aller Kantone.

137 Millionen aus dem Lastenausgleich

Aufgeteilt erhält Graubünden rund 138 Millionen Franken aus dem Ressourcenausgleich (der den Ausgleich von Unterschieden in der finanziellen Leistungsfähigkeit der Kantone regelt) und 137 Millionen aus dem Lastenausgleich (der den Ausgleich von geografisch-topografischen und soziodemografischen Lasten, die Kantone tragen, je nachdem, ob sie vor allem städtisch oder ländlich geprägt sind, regelt). In der Berechnung des Lastenausgleich schwingt Graubünden, aufgrund der geografisch-topografischen Exponiertheit des Kantons, naturgemäss schweizweit deutlich obenaus. 

Die genauen Zahlen gibts hier. 

 

(Bild: Screenshot SRF)

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